Da erwischte er mich voll auf dem falschen Fuss: «Schön, bist Du hier Katrin. Ich möchte heute mit Dir über das internationale Seerecht reden. Was weisst Du darüber?», fragte mich der nette Professor während des Abschlussexamens in Madrid, wo ich im Rahmen eines Austauschjahres unter anderem die Vorlesung «Internationales Recht» belegte – und diesen Teil der Materie in der Annahme «das wird ja wohl nicht so wichtig sein» bei den Vorbereitungen zur Prüfung sträflich ignoriert hatte. Leicht bedröppelt sass ich also da, um nach quälenden Sekunden des Schweigens einen Erklärungsversuch für mein Versäumnis zu starten («nun ja, in der Schweiz haben wir kein Meer»), auf den eine sehr kleinlaute Bitte folgte («Wäre es allenfalls möglich, ein anderes Thema zu besprechen hier?»).

Obwohl die Sache damals ein gutes Ende nahm für mich – mein charmantes Gegenüber liess sich tatsächlich erweichen und ich bestand das Examen, wenn auch nur ganz knapp –, wurde mir in diesem kleinen Studierzimmer des Professors auf eine zugegeben merkwürdige Art erstmals wirklich bewusst, dass mich als Eidgenössin dieses Thema ebenso betrifft wie alle anderen Menschen, die in einem Land mit Meeresanstoss wohnen.

«Die Ozeane bedecken über 70 Prozent der Erde, sie sind unsere Lebensquelle, welche das Leben der Menschheit und aller anderen Organismen auf der Erde sichert», heisst es dazu auf der Homepage der Vereinigten Nationen, welche den Welttag der Ozeane vor 20 Jahren offiziell lanciert haben: Einerseits, um auf die Wichtigkeit, aber andererseits leider auch um die zunehmende Bedrohung der Weltmeere aufmerksam zu machen.

«Da 90 Prozent der Grossfischpopulationen dezimiert und gut die Hälfte der Korallenriffe zerstört sind, entziehen wir dem Meer mehr, als es wieder auffüllen kann», heisst es von den Organistor:innen des heutigen Feiertages, den ich – unter anderem inspiriert von einer schönen Social-Media-Kooperation auf meinem Instagramfeed @katrincroth mit dem cleanen Haarpflege-Brand weDo – zum Anlass genommen habe für eine Recherche. Und Dir nun an dieser Stelle gerne verrate, wie wir bereits mit kleinen Veränderungen in der täglichen (Beauty-)Routine unseren Beitrag zum Schutz der Weltmeere leisten können. Weil es für ein Happy End der Ozeane alle braucht, dafür – egal, wo wir wohnen.

von sonrisa einfache Beauty-Hacks zur Rettung der Ozeane.
Bild: Anais Lanz

World Ocean Day: Meine Alltags-Tipps zur Rettung der Ozeane

Hart, aber herzlich

Durch den Umstieg auf wasserfreie Beauty-Produkte wie etwa das feste Shampoo von weDo oder die gute alte Seife lässt sich viel Wasser und Energie einsparen.

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Bilder: weDo
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Die Ozeane bedecken über 70 Prozent der Erde, sie sind unsere Lebensquelle, welche das Leben der Menschheit und aller anderen Organismen auf der Erde sichert

Ersatzprogramm

Textile Abschmink-Pads sind ökologische Alternativen (mehr Informationen bekommst Du in diesem Testbericht zu verschiedenen Pads) zu herkömmlichen Baumwoll-Pads, die man nach einmaligem Gebrauch entsorgen muss.

Plant based

Sushi-Liebe in Ehren, aber solange die Weltmeere derart krass überfischt werden, sollte wir uns anstelle von Meerestieren möglichst oft eine pflanzliche Leckerei auf dem Speiseplan stehen. «Fische und andere Meerestiere haben einen enormen Nährstoffeinfluss auf die Meeresökosysteme. Ohne sie würden die Ozeane und folglich die Menschheit nicht existieren. Daher sollte der Fischkonsum so weit wie möglich reduziert und auf pflanzliche Omega-3-Quellen wie Algen, Sojabohnen, Nüsse oder Chiasamen umgestiegen werden», erklären die Expert:innen von weDo.

Leckere Rezepte auf pflanzlicher Basis, das nur am Rande, findest Du auf diesem Blog sehr viele (wie wäre es zum Beispiel mit einer veganen Pfannenpizza oder einem veganen Pesto?) und im Kochbuch von Mrs Flury gibt es noch viel mehr Inspiration dazu.

von sonrisa einfache Beauty-Hacks zur Rettung der Ozeane.

Clean up

Ganz ehrlich? Trotz der Erlebnisse damals in Madrid muss ich mir bis heute immer wieder in Erinnerung rufen, dass die Meeresverschmutzung nicht nur vor Ort stattfindet, sondern auch durch unsere Städte verursacht wird, denn: Was in unsere Kanalisation fliesst, landet irgendwann im Meer.

Abfall einfach auf die Strasse zu werfen –ja, auch Zigaretten gehören dazu, die sind sogar besonders tückisch! – ist darum ebenso ein No-Go wie das Entsorgen von Hygieneartikeln in der Toilette. Umgekehrt gehört das Aufräumen von Abfall nach einem Ausflug ans Wasser zum Pflichtprogramm, aber das liegt ja irgendwie auf der Hand.

Besonders vorbildlich ist es natürlich, nicht nur den eigenen Abfall, sondern auch regelmässig den Müll von anderen Menschen zu entsorgen: Sei das am Strand in den Ferien, beim Stadtbummel oder gemeinsam in einer Gruppe während einer organisierten Clean-up Aktion.

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Bild: weDo

Less is more

Da die Verschmutzung der Weltmeere durch Plastikmüll eines der grössten Umweltprobleme unserer Zeit ist, handelt es sich bei der Reduktion des persönlichen Plasitkverbrauchs um einen echten Öko-Klassiker, wenn man so will. Die Möglichkeiten dazu reichen von der Verwendung von Klebeband aus Papier statt Plastik über die Aufbewahrung von Lebensmitteln in wiederverwendbaren Gefässen bis hin zum Verzicht auf Einwegplastik in Form von Wasserflaschen, Tassen, Besteck, Röhrli oder Plastiktaschen, um ein paar von vielen Beispielen zu nennen.

Ich selbst versuche aus diesem Grund so oft es geht, auf lokalen Bauernmärken einzukaufen und dazu habe ich so gut wie immer meinen faltbaren Hulu Becher-To-Go von Eliko dabei, der kaum Platz braucht in der Tasche. 

von sonrisa einfache Beauty-Hacks zur Rettung der Ozeane.
Bild: Hunu

Smart Shopping

Aus eigener Erfahrung weiss ich, dass insbesondere ein Beauty-Alltag ganz ohne Plastik vielleicht nicht unmöglich, aber sehr herausfordernd ist. Zu meinem grossen Glück setzen aber immer mehr Brands auf minimalstische Verpackungen aus recyceltem Material, das nach Gebrauch recycelt werden kann. Durch eine Partnerschaft mit Plastic Bank stellt das Team von weDO ausserdem sicher, dass für jedes verkaufte Produkt acht Plastikflaschen nicht in den Ozean gelangen.

von sonrisa einfache Beauty-Hacks zur Rettung der Ozeane.

Probieren geht über studieren: Die grosse Beauty-Verlosung

Veränderungen, so viel ist klar, sind immer anstrengend, selbst wenn es sich nur um Kleinigkeiten handelt. Veränderungen haben aber auch ein riesiges Potential und genau darum geht es bei diesen Life- und Beauty-Hacks zur Rettung der Meere, die übrigens wirklich alle einfach umzusetzen sind.

Noch einen Schritt weiter geht das Team von weDo, das mir zur Feier des Tages fantastisches Überraschungsset mit Beauty-Bestsellern im Wert von fast 200 CHF für eine Verlosung zur Verfügung gestellt hat. Weil Probieren über Studieren geht und Du Dich auf diese Weise persönlich vom Spassfaktor dieser Veränderungen überzeugen kannst.

Teilnehmen kannst Du wie immer per Kommentar unter diesem Blogpost – zum Beispiel mit einem weiteren Tipp zum Schutz der Meere.

Ich bin schon sehr gespannt und drücke Dir ganz fest die Daumen. 

von sonrisa einfache Beauty-Hacks zur Rettung der Ozeane.
Bild: Anais Lanz

Der Wettbewerb endete am 24. Juni 2022 um Mitternacht. Die Gewinnerin oder der Gewinner des Wettbewerbs wurden von mir direkt benachrichtigt, es gibt keine öffentliche Ziehung oder Korrespondenz.  Eine Barauszahlung sowie der Rechtsweg sind ausgeschlossen. Die Preise für dieses Gewinnspiel wurden mir von weDo zur Verfügung gestellt und der Blogpost wurde nicht bezahlt.