1957 von Chanel: eine olfaktorische Brücke von Amerika nach Frankreich

300 Modeschöpfer hatte Stanley Marcus zum 50. Jubiläum seines gleichnamigen Kaufhauses nach Texas eingeladen, aber nur eine von ihnen empfing er wie einen Star: Gabrielle Chanel, die in einem weissen Rolls Royce vom Flughafen Love Fields in Dallas direkt zur grossen Show gefahren wurde, wo sie den «Neimann Marcus Award for Distinguished Service in the Field of Fashion» in Empfang nehmen durfte.

Das war 1957 und die Auszeichnung kam für die Designerin genau zur richtigen Zeit. Drei Jahre zuvor kehrte Mademoiselle Chanel nämlich nach längerer Pause in der Modewelt zurück mit einer Kollektion, die in ihrer Heimat für ziemlich viel Spott sorgte. In Amerika hingegen wurde das Comeback der französischen Modeschöpferin frenetisch gefeiert, wie das folgende Zitat aus dem Magazin «Life» zeigt: «Mit 71 Jahren ist Gabrielle Chanel nicht die Inspiration einer neuen Mode, sondern einer Revolution.»

Insofern ist es kein Wunder, dass sich Mademoiselle besonders verbunden fühlte mit jenem Kontinent, in dem sie seit ihren Anfängen sowohl für ihre starke Persönlichkeit als auch für ihre Kreationen bewundert wurde. Und es dabei nicht nur zu viel Ruhm, sondern nach eigenen Aussagen auch zu einem kleinen Vermögen brachte

«Ich bewundere und liebe Amerika. Dort wurde ich wohlhabend», sagte sie einst ihrem Freund Paul Moran über das Land, wo bereits der von ihr so vergötterte Vater sein Glück gefunden haben soll.

Zur Erinnerung an Liebesgeschichte von Chanel mit Amerika lanciert das französische Traditionshaus in diesem Monat das neue Eau de Parfum 1957 aus der Kollektion «Les Exclusifs» (zu 75ml für ca. 230 CHF) das von den Herstellern sehr hübsch beschrieben wird «als Ode an das Jahr, in dem Chanel ihren grossen Durchbruch in den Staaten feierte oder auch als Zahlenspiel aus ihrem Geburtstag, dem 19. August und der 57. Strasse, in der sich die grösste Chanel-Boutique der USA befindet.»

 

1957 von Chanel ist eine Hommage an die Verbundenheit von Mademoiselle Chanel zu Amerika.

 

Entwickelt wurde das Eau de Parfum «1957» wie bereits die beiden vorangehenden Düfte aus der Kollektion «Les Exclusifs» von Parfumdesigner Olivier Polge im Beauty-Labor von Chanel.

 

1957 von Chanel ist eine Hommage an die Verbundenheit von Mademoiselle Chanel zu Amerika.

1957 von Chanel ist eine duftende Hommage an die Verbundenheit von Mademoiselle Chanel zu Amerika.

 

«Für den Duft 1957 habe ich beschlossen, mit Moschus zu arbeiten. Genauer gesagt mit weissem Moschusnoten. Ihre Weisse verbirgt eine immense Komplexität: Sie ist umhüllend, geben ein mehr oder weniger markantes Licht ab und variieren in ihren weichen und sinnlichen Effekten», wird der Parfumdesigner in den Unterlagen über das neue Eau de Parfum 1957 von Chanel zitiert, an dem mir nicht nur der lieblich-eleganten Duft (mit Noten von Moschus, Zeder, rosa Pfeffer, Koriander sowie Blüten) gefällt.

Sondern vor allem: die wunderschöne (Liebes-)Geschichte von Chanel und Amerika, die dahinter steht.

 

1957 von Chanel ist eine duftende Hommage an die Verbundenheit von Mademoiselle Chanel zu Amerika.

Ein Kommentar bei „1957 von Chanel: eine olfaktorische Brücke von Amerika nach Frankreich“

  1. Muss mal daran schnuppern ☺️💓 Jetzt bin ich Neugierig!

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