Different Shades of Gray mit Wella Color-Expertin Laura Tschaggelar (32)

«Those aren’t gray hairs. These are strands of glitter.»

Herzlich willkommen zur heutigen Ausgabe der Haar-Serie «different shades of grey», in der ganz unterschiedliche Menschen über jenes Thema sprechen, das früher oder später jeden von uns betrifft: Graue Haare.

Den Anfang macht lovely Hairstylistin und Wella Color-Expertin Laura, die uns nun gleich erklärt, warum wir alle irgendwann ergrauen – und wieso sie ihre eigenen Haare grau färbt.

 

Wella Color-Expertin Laura über die Gründe für weisse Haare und den Granny Trend

 

«Um zu verstehen, was es mit grauem Haar auf sich hat, muss man die Struktur des Haares genauer anschauen. An den Haarwurzeln befinden sich nämlich neben Talgdrüsen und kleinen Blutgefässen auch pigmentbildende Zellen, im Fachjargon Melanozyten genannt. Diese sind zuständig für die Produktion von Melanin, welches dem Haar seine Farbe gibt.

Aufgrund des natürlichen Alterungsprozesses lässt die Aktivität der Melanozyten allmählich nach, bis sie schliesslich absterben. Das hat zur Folge, dass im nachwachsenden Haar das fehlende Melanin durch Luftbläschen ersetzt wird.

Wir haben es dann also mit einem komplett farblosen Haar zu tun.

Weil dieser Vorgang aber nicht bei allen Haaren gleichzeitig abläuft, ist auf dem Kopf eine Mischung aus Haaren in der Naturfarbe und solchen ohne Pigmente zu sehen. Das erweckt den Eindruck einer grauen Haarfarbe, die je nach Naturfarbe unterschiedliche Schattierungen hat.

In welchem Alter jemand grau wird, ist ganz unterschiedlich.

Meine jüngste Kundin mit grauem Haar etwa ist 23 Jahre alt. Umgekehrt habe ich aber auch eine Kundin, die mit über 70 Jahren noch immer einen sehr grossen Anteil an Naturhaaren hat.

Manche Menschen werden nur an den Schläfen weiss, andere ergrauen praktisch über Nacht, auch hier gibt es keine allgemeine Regel, zumal neben der Veranlagung auch gesundheitliche Faktoren und der Lebensstil eine Rolle spielen können.

Die meisten meiner Kundinnen und Kunden färben sich die grauen Haare, sie wollen ihre Naturfarbe behalten. Vor allem für reifere Damen und Herren ist das ein Must, die kommen zum Teil alle zwei Wochen zum Nachfärben, wobei die Frauen klar in der Mehrzahl sind. Damit es in solchen Fällen nicht zu unschönen Ansätzen kommt, empfehle ich regelmässige Termine beim Coiffeur.

Keine gute Idee hingegen ist das Überfärben mit Produkten aus dem Handel, davon rate ich dringend ab.

Der Grund: Nur ein Profi kann die exakte Nuance zusammen mischen, die wirklich passt. Bei Haarfärbemitteln zum Kaufen hingegen kann es passieren, dass Pigmente in das Haar gelangen, die nicht gut aussehen. Wenn es unbedingt ein DIY-Experiment sein muss, dann also bitte nur mit Tönungen, da diese sich auswaschen lassen und nicht ins Haar gelangen.

Vor allem meine jüngere Kundschaft fragt mich aber auch oft, wie man den Übergang auf Grau am besten schafft. Eine allgemeine Antwort gibt es – wie könnte es auch anders sein? – nicht auf diese Frage, weil das immer vom Naturton eines Menschen abhängt.

In der Regel funktioniert das ganz gut mit hellen Strähnen, die auf den Naturton abgestimmt sind. Auf diese Weise wirkt der Übergang feiner, ohne dass krasse Ansätze zu sehen sind.

Bei blondem Haar ist auch das Aufhellen der Haare eine Option, um den Kontrast von Weiss zu Blond zu mindern – sofern man die Haare regelmässig nachfärbt, was eine gewisse Disziplin erfordert.

Manche Frauen entscheiden sich für die Lösung mit Meches und lass sich dann irgendwann die Haare ganz kurz schneiden. Das ist ziemlich ein radikaler Schritt, finde ich, den man gut überlegen sollte, auch wenn es natürlich der schnellste Weg ist, um auf Grau umzusteigen.

In den meisten Fällen geschieht der Übergang auf Grau in mehreren Schritten. Dafür braucht es nicht nur viel Zeit, sondern auch die Beratung sowie das Fachwissen eines Profis.

Man muss sich über das Endziel im Klaren sein und dann mit einem Experten überlegen, wie sich das am besten realisieren lässt. Ganz ohne Aufwand geht es also nie.

Das gilt natürlich auch umgekehrt für all jene, die sich wie ich die Haare grau färben. Der Granny-Style ist nämlich immer noch sehr populär, wobei es ganz klar auf die richtige Nuance ankommt. Und dafür wiederum braucht es einen Experten mit geschultem Auge, der genau weiss, welcher Grauton zur Haut passt.

 

Wella Color-Expertin Laura über die Gründe für weisse Haare und den Granny Trend

 

Bei mir hat sich der Granny-Style übrigens wie von selbst ergeben.

Mit rund 14 Jahren färbte ich nämlich meine Haare zum ersten Mal – zuerst in einem warmen Blond, das immer kühler und heller wurde, bis ich komplett weisshaarig war. Weil das aber fast zu natürlich aussah, kamen mit der Zeit auch dunklere Strähnen im Balayage-Stil dazu.

Diese Mischung trage ich mittlerweile seit drei Jahren und bin total zufrieden damit.»

 

Wella Color-Expertin Laura über die Gründe für weisse Haare und den Granny Trend

Wella Color-Expertin Laura über die Gründe für weisse Haare und den Granny Trend

 

Sponsored: Dieser Beitrag wurde bezahlt und entstand mit freundlicher Unterstützung von Wella.

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