Duftende Meuterei mit einer wichtigen Botschaft: Munity von Maison Margiela

«Schaffe Regeln. Und dann brich sie.»

Wenn Star-Designer John Galliano mit solchen Worten für den ersten Damenduft von Maison Margiela unter seiner kreativen Leitung wirbt, dann ist das, sagen wir mal: ein ziemlich starkes Statement. Manche finden sogar: etwas gewagt, zumal der gute Herr Galliano in der Vergangenheit bekanntlich nicht nur als Modemacher, sondern auch wegen rassistischer Pöbeleien in der Öffentlichkeit für Gesprächsstoff sorgte.

Aber was genau will das kreative Ausnahmetalent aus England überhaupt ausdrücken mit dem neusten Damenduft von Maison Margiela, für das er den Namen «Mutiny» – zu deutsch: Meuterei – gewählt hat?

«Ähnlich der Kreativität, hat auch ein Parfum weder Nationalität noch Ideologie. Es spricht eine universelle Sprache. Es lädt dazu ein, sich einer empathischen Solidarität zu öffnen, die über die Individualität hinausgeht. Die Kreativität ist unsere Meuterei», heisst es dazu in den offiziellen Unterlagen des Damenduftes Mutiny, mit dem Galliano nach eigenen Aussagen die Frauen ermutigen möchte, sich selbst treu zu bleiben.»

Durch ihr Handeln.

Und durch das Tragen von Mutiny natürlich, bei dem sich verschiedene Tubenrose-Essenzen um die Noten von Jasmin, Orange, Leder, Vanille sowie Out zu einem ausgesprochen stimmigen Damenduft vermengen.

 

Designer John Galliano ermuntert mit dem Damenduft Mutiny von Maiso Margiela die Frauen dazu, sich selbst treu zu bleiben - selbst wenn sie damit gegen angebliche Normen verstossen.

Designer John Galliano ermuntert mit dem Damenduft Mutiny von Maiso Margiela die Frauen dazu, sich selbst treu zu bleiben - selbst wenn sie damit gegen angebliche Normen verstossen.

Ob die – meiner Meinung nach ausgesprochen liebliche – Duftformel von Mutiny tatsächlich so unkonformistisch und eigenwillig ist, wie in den Unterlagen mehrfach betont wird, kann ich als Laie nur schwer beurteilen.

Was ich aber mit Sicherheit sagen kann: Dass John Galliano für die Kampagne von Mutiny sechs extrem spannende Menschen – Mutinists genannt – ausgewählt hat, die durch ihre sehr persönlichen Botschaften die Vision hinter Mutiny perfekt auf den Punkt bringen, wie Du gleich sehen wirst.

 

Princess Nokia

Sängerin Princess Nokia aus New York gilt als Queen des feministischen Raps, weil sie Frauen durch ihre Musik ermuntert, ihr eigenes Ding zu machen und sich nicht dem sozialen Druck zu beugen.

Love it!

 

«Ich mache nie, was man mir sagt, ausser ich möchte, dass man mir sagt, was zu tun ist. Mein Potenzial ist immens. Ich bin einzigartig. Und ich liebe mich selbst. Ich liebe meine Identität. Ich bin ein Rockstar. Meine Leidenschaft handelt mir immer wieder Ärger ein. Ich bin keine dieser Zierpuppen, die sagen: Labels interessieren mich nicht. Labels existieren nun einmal, und wie alles andere in der Welt,gibt es auch da Gutes und Schlechtes. Ich bin stolze Feministin, weil Sicherheit, Schutz und gleiche Rechte für alle Frauen auf der Welt mir ein echtes Anliegen sind. Frauen sind starke, machtvolleKreaturen. Rebellion kommt von innen.» Princess Nokia

 

Designer John Galliano ermuntert mit dem Damenduft Mutiny von Maiso Margiela die Frauen dazu, sich selbst treu zu bleiben - selbst wenn sie damit gegen angebliche Normen verstossen.

 

Sasha Lane

 

Schauspielerin Sasha Lane ist der Überzeugung, dass Regeln und Konzepte bisweilen um 180 Grad gedreht werden sollten. Ihre Begründung:»Weil Frauen, die sich gut benehmen, kaum Geschichte schreiben.» Um sich selbst treu bleiben zu können, stellt sich die 22jährige darum bei Bedarf auch gerne mal gegen die Ideale der Unterhaltungsindustrie.

Ein tolles Vorbild!

 

«Da ist dieser ständige Druck, ein bestimmtes Aussehen zu haben und sich auf eine bestimmte Art zuverhalten, um dem Bild der heissen, schönen, schlanken Frau zu entsprechen. Ich war immer die mit den Tattoos und den Dreads. Für mich war es das Wichtigste, ich selbst zu sein. Man muss in sich selbst stark sein, dann strahlt es nach aussen. Die Leute fühlen es. Wenn ich mit meinem Geist imreinen bin und mich besinne, worauf es wirklich ankommt, mein Ego ausschalte, dann fühle ich mich am freisten. Ich mag dieses Gefühl. Man muss es umarmen und annehmen, sich selbst annehmen. Sei nicht bloss besser, sei anders!» Sasha Lane

 

Designer John Galliano ermuntert mit dem Damenduft Mutiny von Maiso Margiela die Frauen dazu, sich selbst treu zu bleiben - selbst wenn sie damit gegen angebliche Normen verstossen.

 

Hanne Gaby Odiele

 

Model Hanne Gaby Odiele aus Belgien ist von Geburt an intersexuell, das heisst ihre angeborenen Geschlechtsmerkmale lassen sich nicht eindeutig in die Kategorie «männlich» oder «weiblich» zuordnen. Indem sie das Thema häufig anspricht, ist sie zum Vorbild für viele andere intersexuelle Menschen geworden.

 

«Gender halte ich generell für Blödsinn. Es dient lediglich dazu, Leute in Schubladen zu stecken. Ich bin von Geburt an intersexuell. Das heisst, dass Deine sexuellen Charakteristika weder der weiblichen noch der männlichen Definition entsprechen. Viele Menschen leben alleine damit, im Versteckten, und sie schämen sich zutiefst. Dabei hat man das Recht, zu sein, was man will. Man kann sein, wer man will, was man will, man kann sich anziehen, wie man will und zu dem werden, was man will. Sobald du geboren bist, bist du ein Junge, ein Mädchen oder… Was ist schon glamourös daran, in ein Schemazu passen?» Hanne Gaby Odiele

 

Designer John Galliano ermuntert mit dem Damenduft Mutiny von Maiso Margiela die Frauen dazu, sich selbst treu zu bleiben - selbst wenn sie damit gegen angebliche Normen verstossen.

 

Teddy Quinlivan

 

Das als Mann geborene Theodora «Teddy» Quinlivan Topmodel hat sich bei CNN unlängst als Transgender geoutet, weil sie durch ihre Bekanntheit für mehr Akzeptanz gegenüber der LGBTQ-Gemeinde sorgen möchte.

So viel Mut verdient ein grosses Bravo!

 

«Schon als ich aufwuchs, habe ich mich von Weiblichkeit unwiderstehlich angezogen gefühlt. Ich war bereit, alles dafür aufzugeben. Auf authentische Art zu leben, war mir wichtiger, als Freunde zu haben. Es hat mich nicht mehr gekümmert. Nach meinem Come-out als Transfrau konnte ich nicht warten, bis jemand anderer de-stigmatisiert was es bedeutet, transgender zu sein. Ich will diesesVorbild sein für das Transgender Mädchen oder den Jungen oder wer auch immer zu Schulzeiten unsicher und verängstigt ist und niemanden hat, an den er sich wenden kann. Zu sein, wer du wirklichbist, ist ein Akt der Rebellion.» Teddy Quinlivan

 

Designer John Galliano ermuntert mit dem Damenduft Mutiny von Maiso Margiela die Frauen dazu, sich selbst treu zu bleiben - selbst wenn sie damit gegen angebliche Normen verstossen.

 

Willow Smith

 

Gut möglich, dass Willow Smith ihre Karriere als Schauspielerin, Sängerin, Tänzerin und Model unter anderem den guten Beziehungen ihrer prominenten Eltern Will Smith und Jade Pinkett Smith zu verdanken hat. Dass sie aber viel mehr ist als «die Tochter von», zeigt das Engagement der jungen Frau, die sich gerne öffentlich gegen traditionelle und gesellschaftliche Kategorien wehrt und anderen damit Mädchen Mut machen möchte, sich selbst zu mögen.

 

«Jeder sucht nach einer Daseinsberechtigung. Meine ist die Kreativität. Ich glaube, dass meine Generation rebellischer ist. Wir sind bereit, für das, was wir lieben, zu leiden. Meine Weiblichkeit ist wie Wasser: Ich habe die Kraft, Felsen zu zerschmettern, kann mich aber auch in völliger Harmonie bewegen. Wir wollen etwas Grösseres, etwas Spirituelles. Regeln aufstellen, um sie dann zu brechen.» Willow Smith

 

Designer John Galliano ermuntert mit dem Damenduft Mutiny von Maiso Margiela die Frauen dazu, sich selbst treu zu bleiben - selbst wenn sie damit gegen angebliche Normen verstossen.

 

Molly Blair

 

Abstehende Segelohren, schlaksige Extemitäten und ein Gesichtsausdruck wie «the grumpy cat»: Molly Blair aus Philadelphia ist keine klassische Schönheit und wurde aufgrund ihres Äusseren lange gemobbt. Heute hingegen gehört sie – gerade darum – zu den erfolgreichsten Models unserer Zeit und macht sich als solches stark für Bodypositivity.

 

«Ich denke, es ist wirklich wichtig, dein Aussehen und deinen Körper nicht deine Weiblichkeit definieren zu lassen. Früher haben sie mich Gottesanbeterin genannt. Ich wollte nie zur Schule gehen.Wenn man ständig beschimpft wird, hört das Gefühl der Unsicherheit nie auf. Man muss lernen, damit umzugehen. Heute ist mein Körper mein Beruf. Jeder hat etwas Einzigartiges an sich. Vielleicht versuche ich ständig, mich vor mir selbst zu beweisen. Du kannst deine eigene Definition dafür finden,was normale Schönheit ist und sie neu definieren.» Molly Blair

 

Designer John Galliano ermuntert mit dem Damenduft Mutiny von Maiso Margiela die Frauen dazu, sich selbst treu zu bleiben - selbst wenn sie damit gegen angebliche Normen verstossen.

 

Ich weiss nicht, wie es Dir geht, Darling, aber ich bin grad krass inspiriert davon, wie diese Frauen als Botschafterinnen von Mutiny ihre Einzigartigkeit zelebrieren.

Oder, um den Bogen zum Anfang zu schlagen: Mit Blick auf das grosse Bild (sprich: die Kampagne des Damenparfums Mutiny) ergibt die Aufforderung Gallianos zum Regelbruch für mich inzwischen sehr viel Sinn – und verdient einen fetten Applaus!

 

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