Ein Gespräch über den perfekten Beach-Body

 

Für einen kurzen Moment erwog ich, diesen Blogpost mit einer philosophischen Abhandlung anzufangen über die Frage, warum eine überwiegende Mehrheit der Fashiondesigner allen Diskussionen zum Trotz immer noch Models auf den Laufsteg und vor die Kamera schicken, deren BMI so tief ist wie meine Laune, wenn ich an den schlecht frisierten Mann im weissen Haus denke – und die damit ein Schönheitsideal propagieren, das genau so realitätsfremd ist wie die Politik des orangegesichtigen Mannes in Washington.

(Uff, viel zu langer Satz, sorry! Einmal gut durchatmen, dann ist wieder gut…)

Ebenfalls ein möglicher Ansatz wäre meine eigene Körpergeschichte gewesen, bei der es, wenn ich es mir recht überlege, im Grunde erst während der Schwangerschaft zu einer Art Happy-End kam und die im übrigen bis heute von gelegentlichen Zweifeln geprägt ist.

Sei das wegen der doofen Zornesfalte, die sich gefühlt so tief wie der Grand Canyon zwischen meine Augen eingegraben hat oder beim Anblick eines unvorteilhaften Bikinifotos, auf dem ich scheinbar aussehe wie eine XXL-Packung Hüttenkäse mit einer gigantischen Nase obendrauf.

Tatsächlich aber möchte ich weder auf den einen noch den anderen Aspekt vertieft eingehen, da es hier wie bereits der Titel suggeriert um das Thema Beach-Body geht, für den es im Grunde nicht anderes braucht als einen Strand und einen Körper («you’re dreaming of the perfect beach body? Have a body, go to the beach!»), der genau dann perfekt ist, wenn wir uns gut fühlen darin.

Weil das aber oft leichter gesagt als getan ist, bin ich unlängst zur Recherche für diesen Blogpost in den Norden gereist. Nach Hamburg, um genau zu sein, wo mich die reizende Sarah Schüddekopf erwartete, die als Hautexpertin seit 1998 für Dove arbeitet. Also jener Beauty-Marke, die seit den Nuller-Jahren mit wunderschönen Kampagnen immer wieder die Körpervielfalt der Frauen abgefeiert hat, wie Du Dich vielleicht erinnerst.

 

 
Zu den Anfangszeiten der «Real Beauty»-Bewegung der Pflegemarke, das darf man nicht vergessen, redete noch kaum jemand von «Selbstliebe» oder «Bodypositivity» und entsprechend gross war das mediale Echo auf das ungewöhnliche Konzept des Kommunikations-Teams von Dove, welches mit dem demonstrativen Ersatz von Models durch normale Frauen natürlich genau auf diesen Effekt spekulierte.

Vor allem aber zeigte die Marke mit ihrer werbewirksamen Marketing-Strategie der Öffentlichkeit, dass echte Schönheit keine Frage des Alters, der Grösse, des Gewichts oder so genannter Idealmasse ist. Sondern viel mehr von der eigenen Wahrnehmung abhängt, wie mir Sarah während des Interviews bestätigte, die sowohl durch die Kampagnen ihres Arbeitgebers als auch durch die eigene Auseinandersetzung mit ihrem Körper mittlerweile ziemlich gut weiss, was es braucht für eine gute Beziehung mit sichselbst. Und aus diesem Grund genau die richtige Person ist, um uns ein paar Tipps zu geben für ein gutes Körperbewusstsein. So, dass wir entsprechend mit dem idealen Beach-Body nach obiger Definition die Gartenbadi-Saison 2017 in vollen Zügen geniessen können.

 

 
Sarah, wir reden heute über den idealen Beach-Body. Dazu würde ich gerne bei Dir selbst anfangen. Wie gerne magst Deinen Körper im Allgemeinen auf einer Skala von eins bis zehn?
Das ist eine schwierige Frage zum Einstieg! Sagen wir es mal so: Über die Jahre habe ich gelernt, meinen Körper zu lieben.

 
Wie äussert sich das?
Zum Beispiel, indem ich mich unbeschwert über Komplimente freuen kann.

 
Das war nicht immer so?
Nein, im Gegenteil! Früher kam es oft vor, dass ich aufgrund meines emotionalen Abstandes zu meinem Körper auf jede freundliche Bemerkung zu meinem Äusseren immer mit Misstrauen reagiert habe. Ich dachte Dinge wie «das muss eine Verwechslung sein» oder «die können unmöglich mich gemeint haben damit», weil ich mir nicht vorstellen konnte, dass mir jemand ein echt gemeintes Kompliment zu meinem Aussehen macht.

 
Bei den Kampagnen von Dove werden immer echte Frauen und keine Models gezeigt, um zu zeigen, dass jeder Mensch etwas Schönes an sich hat. Inwiefern haben Dich die Begegnungen mit diesen Frauen geprägt?
Mehr, als mir zunächst bewusst war. Ich arbeite bei Dove ja in der Forschung und habe darum nicht so viel Kontakt mit den Frauen wie etwa die Kollegen und Kolleginnen aus der Marketing-Abteilung. Trotzdem ist viel hängen geblieben, denn diese Frauen haben mich dazu inspiriert, meinen eigenen Weg zu gehen, auch wenn ich dafür zum Teil mit den gängigen Konventionen brechen musste. Sie haben meine innere Kerze angezündet und brachten mein inneres Licht zum Strahlen, um es mal ganz poetisch auszudrücken.

 
Was verbindet Deiner Meinung nach alle Frauen, die sich spürbar wohl fühlen in ihrer Haut?
Egal, wie unterschiedlich die Frauen sind – vom Wesen her, vom Äusseren oder von der Herkunft –, sie alle haben diesen besonderen, offenen Blick. Denen kann ich in die Augen schauen und sie lassen mich rein. Da strahlt mehr Vertrauen als Misstrauen entgegen und je mehr ich mich akzeptiere, desto ungefährlicher ist es ja schließlich auch, wenn mir andere näher kommen, weil es dann keine «bösen» Überraschungen gibt.

 
Gibt es sonst irgendwelche Einsichten, die Du gewonnen hast durch die verschiedenen Dove-Kampagnen?
Dass es kein allgemeines Rezept in dem Sinne gibt, um Respekt vor sich selbst zu gewinnen –ausser liebevoll mit sich selbst zu sein. Manchen Menschenscheint das angeboren, andere müssen es erst – hoffentlich schon von den Eltern – lernen. Neugierde und die Lust, sich selbst kennenzulernen ist aber sicher immer hilfreich. Und, ganz wichtig: Grosse Veränderungen funktionieren nur in kleinen Schritten.

 
Kannst Du das etwas genauer erklären?
Wer etwas ändern möchte in seinem Leben, sollte sich kleine Etappenziele setzen. Auf diese Weise verhindern wir die komplette Überforderung. Stattdessen kommt es regelmässig zu Erfolgsmomenten, die einen zum Weitermachen motivieren.

 
Ich habe unlängst im Rahmen der Fitness-Serie «Monday Workouts» auf sonrisa.ch gezeigt, wie man sich ganz unkompliziert daheim in Form turnen kann. Welche Rolle spielt Bewegung Deiner Meinung nach für ein gutes Körpergefühl?
Mir fällt es schwer, solche Themen zu verallgemeinern. Ich selbst habe mich zum Beispiel eine Zeit lang sehr intensiv bewegt und es dabei vielleicht sogar übertrieben. Letztlich gilt es, auf sich selbst zu hören, denn im Grunde weiss jeder, was ihm gut tut. Manchmal ist das ein fauler Abend auf der Couch und manchmal ist es eine Runde im Wald, selbst wenn es draussen regnet. Auf jeden Fall sollten wir unsere Grenzen akzeptieren und immer aufmerksam in uns hineinhorchen.

 
Welche Rolle spielt die Ernährung bei unserem Thema heute?
Das ist eine Wissenschaft für sich, über die wir uns sehr lange unterhalten könnten. Zweifellos hat unser Speiseplan einen direkten Einfluss auf unser Aussehen, nicht nur in Bezug auf das Gewicht, sondern auch auf die Haut. Unverarbeitete Lebensmittel mit vielen Vitaminen auf dem Teller sind in vieler Hinsicht eine gute Wahl. Trotzdem finde ich es falsch, wenn man sich alles verbietet, denn manchmal muss es eben ein Stück Pizza oder eine Tafel Schokolade sein.

 
Du plädierst also für die berühmte Balance?
Richtig. Und für Ehrlichkeit sich selbst gegenüber. Meist reicht es nämlich, wenn man sich vor einer Nascherei kurz überlegt, ob einem das nun gut tut oder nicht.

 
Hast Du sonst noch irgendwelche Tipps, wie man sich selbst etwas Schönes tun kann?
Durch meine Arbeit habe ich gelernt, wie wichtig eine gute Pflege ist für das eigene Wohlbefinden. Die meisten von uns haben einen voll durch getakteten Alltag, in dem oft nicht viel Raum für sich selbst bleibt. Darum rate ich dazu, die tägliche Pflegeroutine zum Wellness-Ritual zu machen. Also jene Zeit, die wir ohnehin im Bad verbringen, als bewusste Auszeit zu nutzen.

 
Wie gelingt das am besten?
Neben einer schönen Atmosphäre im Bad spielt hier die Wahl der Produkte sicher eine grosse Rolle. Jeder tickt da ja ein wenig anders und hat seine eigenen Vorlieben in Bezug auf Duft, Verpackung, Sensorik und so weiter. Manche Frauen bleiben ein Leben lang ihrem Favoriten treu, während andere öfters etwas neues ausprobieren möchten.

 
Was rätst Du jemandem, der gerne wechselt, aber von den vielen Neuheiten auf dem Markt überfordert ist?
Einfach mal ausprobieren. Schnuppern. Die Textur auf der Haut fühlen. Gerade weil jede Frau einzigartig ist und unterschiedliche Bedürfnisse hat, bieten wir bei Dove bewusst eine grosse Auswahl. So vielfältig wie die Frauen sind, so breit ist auch unser Sortiment.

 
Als Dove Skin Care-Expertin gehörst Du zu den Entwicklern der Produkte. Was gibt bei Euch den Ausschlag für eine Neuheit?
Das sind unterschiedliche Gründe. Einerseits wären da sicher mal neue Erkenntnisse in der Hautforschung sowie neue Wirkstoffe und auf der anderen Seite orientieren wir uns auch sehr stark an den Rückmeldungen der Kundschaft. Auch wenn wir viele ähnliche Anfragen bekommen, machen wir selbstverständlich Studien und führen Interviews, um die genauen Bedürfnisse zu eruieren.

 
Hast Du mir ein Beispiel dafür?
Die neuen Duschschäume von Dove etwa haben wir entwickelt, nachdem viele Kundinnen den Wunsch nach einem intensiv pflegenden, aber gleichzeitig leichten Produkt zum Duschen äusserten. Für uns war das eine Herausforderung, denn um das Pflegeerlebnis zu gewährleisten, mussten wir die bewährte Formel beibehalten und sie gleichzeitig in eine besonders leichte Textur integrieren. Durch die selbstschäumende Pumptechnologie ist uns das gelungen, wie die vielen Feedbacks von zufriedenen Kundinnen beweisen.

 

 

Um einiges strenger sind die Frauen mit sich selbst: Bei einer weltweiten Umfrage von Dove haben über die Hälfte aller Teilnehmerinnen nämlich angegeben, dass sie selbst ihre grösste Kritikerinnen sind. Gibt es dafür eine Erklärung?
(denkt nach). Wenn wir das nur wüssten! Ich glaube, dass es nicht nur einen einzigen Grund gibt dafür, das wäre zu kurz gegriffen. Da spielen vermutlich diverse Ursachen mit, die unter anderem kulturell bedingt sind, so wie sich ja auch die so genannten Schönheitsideale in den verschiedenen Regionen zum Teil krass voneinander unterscheiden. Wobei ich dieses Wort eigentlich nur ungern benutze, weil alleine der Begriff «Ideal» ja suggeriert, dass es sich hier nicht um die Realität handelt.

 
Hättest Du einen anderen Vorschlag?
Wie wäre es mit «Schönheitsrealität»?

 
Grossartig! In der gleichen Studie sagten nämlich auch 80 Prozent der Frauen, dass jede Frau auf ihre Art schön ist, sie es selbst aber nicht sieht. Eigentlich schade, oder?
Eine Gegenfrage: Dürfen wir denn einfach laut aussprechen, dass wir uns schön finden? Mal ganz ehrlich: Wie wirkt ein Mensch, der auf Dich zukommt und Dir sagt, er findet sich total schön?

 
Das habe ich mir noch nie überlegt. Aber wenn ich so darüber nachdenke, dann fände ich das eigentlich ziemlich cool.
Eben! Warum sagen wir immer «ja, aber»? Ich finde, da ist zum Teil falsche Scham dabei. Abgesehen davon: Was heisst schon «ich bin schön»? Es gibt nicht die eine Definition, das ist immer eine persönliche Wertung. Mir fällt es viel leichter zu sagen «ich finde mich schön» als zu sagen «ich bin schön». Kommt dazu, dass die Wahrnehmung – von uns selbst genau so wie von anderen – immer auch von der aktuellen Stimmung abhängt, wobei ich das absolut gut finde. Nur wer auch mal einen schlechten Tag hat, erlebt die schönen Tage umso intensiver.

 
Auf der Homepage von Dove heisst es: «Wir glauben, Schönheit wird nicht durch eine bestimmte Form, Grösse oder Farbe definiert – schön ist, was dich ausmacht. Authentisch. Einzigartig. Echt.» Was macht Dich aus?
Ich bin neugierig, möchte viel erfahren und bin immer auf der Suche nach dem Licht.

 
Und wann fühlst Du Dich besonders schön?
Wenn ich so bin, wie ich bin, ohne mir Gedanken darüber zu machen. Sei das an einer Party beim Tanzen oder am Strand mit Freunden – Stichwort Beach Body – und ich alles um mich herum vergesse, während das Leben einfach so fliesst.

 

 

Sponsored: Dieser Beitrag wurde bezahlt und entstand in freundlicher Zusammenarbeit mit Dove.

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