Jeder kann es – aber nicht alle machen es richtig: Hände waschen.

Dabei, und darum greife ich das Thema heute erneut auf, bietet das Waschen der Hände den mit Abstand wirksamsten Schutz vor Viren, Keimen und anderen Fieslingen im Miniformat (yep, Corona – I’m talking to you!), wie Lungenspezialist Russel Buhr vom UCLA Medical Center unlängst im Interview mit dem Blog Well and Good NY erklärte:

«Alleine durch den mechanischen Teil dieser Methode – das Schrubben und Abspülen der Hände – wird schon ein gewisser Prozentsatz der Erreger von den Händen entfernt.»

Noch wirksamer aber sei es, die Hände mit Seife zu waschen, betont Buhr:

«Viele Keime befinden sich im natürlichen Fettfilm der Haut und können mit Wasser alleine nicht abgewaschen werden. Die in Seifen enthaltenden Waschsubstanzen hingegen lösen Schmutz und Mikroben von der Haut ab und damit auch die Krankheitserreger darauf.»

Ähnlich tönt es bei der Professorin und medizinischen Wissenschaftlerin Karen Fleming von der Johns Hopkins University, die auf Twitter im Zusammenhang mit der aktuellen Epidemie schrieb: «Es lingt banal, aber Seife ist wirklich eine erstaunliche Waffe, die wir aktuell zu Hause haben.» Der Grund: «Das Coronavirus ist ein ‚umhülltes‘ Virus, was bedeutet, dass es eine äussere Lipidmembranschicht hat. Wenn Sie Ihre Hände mit Seife und Wasser waschen, können Sie diese fettige Fettschicht ‚auflösen‘ und das Virus abtöten.»

Wieso genau ist Hände waschen der beste Schutz vor Erregern? Die Antwort gibt es auf sonrisa - zusammen mit einer Anleitung für die richtige Technik.

 

Wie gut saubere Hände als Schutz gegen Erkrankungen funktionieren, erklärte Holger Rabenau, Virologe von der Universität Frankfurt bereits vor sechs Jahren in der ‘Pharmazeutischen Zeitung’: «Niest ein Infizierter in die Hand und reicht diese einem anderen, gibt er bei der Begrüssung eine Million Viren weiter. Wäscht er sich nach dem Niesen ordentlich die Hand, wechseln vielleicht hundert Viren den Wirt. Das genügt in der Regel nicht mehr für eine Infektion.»

Grundsätzlich, übrigens, gelten Flüssigseifen als die hygienischere Alternative als feste Seifen, aber letztlich ist das eine Frage der persönlichen Vorliebe (hier geht’s lang zu einer schönen Auswahl an tollen Seifen).

Welche Seife man benutzt spielt also keine zentrale Rolle, so lange die Hände richtig gewaschen werden. Und dafür braucht es: ausreichend Zeit – zwei Mal das Lied ‚Happy Birthday‘ ist ein guter Indikator – sowie die richtige Kombination aus Einseifen, Einreiben, Abspülen und Trocknen nach der folgenden, von Experten empfohlenen Technik:

1. Hände unter fliessendes Wasser halten, bis sie komplett nass sind. Die Temperatur des Wassers spielt keine Rolle.

2. Die gesamte Handfläche während 20 bis 30 Sekunden gründlich einschäumen. Neben den Handinnenflächen gehören auch der Handrücken, die Fingerspitzen – und Zwischenräume, die beiden Daumen und natürlich auch die Fingernägel dazu.

3. Hände wieder unter fliessendem Wasser gründlich abspülen. Gerade auf öffentlichen Toiletten ist es ratsam, den Wasserhahn mit einem Papiertuch oder dem Ellbogen abzustellen.

4. Genauso wichtig wie das Waschen der Hände ist auch das Abtrocknen, da sich Mikroorganismen in einer feuchten Umgebung Haut besser halten und – iiilk! – vermehren. Ausserdem entfernt das Abtrocknen der Hände durch die Reibung zusätzlich die Keime, welche noch an den Händen oder im Wasser an den Händen haften. Um sie alle loszuwerden, sollten darum beim Abtrocknen sowohl die Hände als auch die Fingerzwischenräume und -spitzen mit einem sauberen Tuch oder einem Papiertuch zügig abgerieben werden.

Last, but not least sollten die Hände nicht nur richtig gewaschen, sondern auch gut gepflegt werden. Mit einer effizienten Handcrème, welche das Risiko einer Ansteckung ebenfalls mindern lässt, wie Du schon sehr bald auf diesem Blog im Detail erfahren wirst.

Bis dahin wünsche ich Dir einen bezaubernden Tag – und gute Gesundheit!

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