Madrid im Sommer `95: Draussen scheint die Sonne in voller Pracht, während ich in einem kleinen Büro auf dem Universitätscampus um Worte ringe. «Erzähl mir doch einfach mal, was Du über das Seerechtsübereinkommen der Vereinten Nationen weißt», fragt der freundliche Professor, der zuvor über 15 Minuten mit seinem Freund Jorge telefoniert hatte («nein, Jorge, Du störst absolut nicht, ich habe zwar eine Austausch-Studentin vor mir, aber das kann warten, ganz sicher!»). Und mich damit derart aus dem Konzept bringt, dass mir keine bessere Antwort einfällt als: «Bei uns in der Schweiz gibt es kein Meer».

Man kann es ja mal versuchen, oder?

Aber genau so, wie diese Aussage damals nicht zum gewünschten Erfolg führte – statt das leidige Thema nach meiner Ankündigung zu wechseln, stocherte der Professor nämlich munter weiter –, sollte sie auch nicht als Ausrede von uns Eidgenossen benutzt werden, um sich vor der Verantwortung für die Weltmeere zu drücken – ganz im Gegenteil: Über sechs Millionen (sic!) Tonnen Abfall fliessen nämlich jedes Jahr über unsere Flüsse ins Meer, wo es in der Folge zu grossen Schäden in der Unterwasserwelt kommt.

Weniger Abfall zu produzieren durch den Verzicht auf Plastik ist gemäss Experten darum immer noch die beste Lösung für dieses Problem.

Gleichzeitig gilt es aber auch die Auswirkungen der Abfall-Flut in den Weltmeeren aktiv zu beheben. Die Möglichkeiten dazu reichen vom Aufbau von Korallenriffen über die Wiederherstellung von Fischgründen bis hin zur Entsorgung von Abfall in den Gewässern, wie das zum Beispiel die Teilnehmer am Clean up Day vom 11. Juni machen, bei dem jedes Jahr rund 11’000 Taucher zusammen mit über 20’000 freiwilligen Helfern an Land insgesamt mehr als 250’000 Kilogramm Abfälle beseitigen.

 

 

In der Schweiz mit dabei ist unter anderem das famose Team von La Mer, das an diesem Tag mithilft bei der Säuberung des Zürichsee und damit einen schönen Beitrag leistet zum Schutz der Weltmeere.

Wenn Du Dich jetzt grad total inspiriert fühlst und die gute Sache ebenfalls unterstützen möchtest, kannst Du das sehr gerne machen, Darling: Sei das,

a) indem Du Dich über die offizielle Homepage des Clean up Days ebenfalls noch anmeldest für die See-Putz-Aktion oder

b) falls Du grad in New York sein solltest, indem Du bei der Auktion von 50 Kunstinstallationen mitbietest, die im Rahmen des La Mer Wave Walks zugunsten der Umweltschutzorganisation Projekt0 am heutigen World Oceans Day versteigert werden oder

 

 

c) durch den Kauf der diesjährigen Ausgabe der Blue Heart Sammleredition von La Mer zu 100ml für knapp 500 Franken*, mit welcher die Hersteller die Öffentlichkeit für das wichtige Thema ‚Naturschutz‘ sensibilisieren möchten.

 

 

*Und ja, Darling, Du hast natürlich recht: Das ist ein steiler Preis für ein Beauty-Produkt, aber im Gegenzug bekommst Du nicht nur einen hübschen Pfirsichteint – die berühmte Creme de la Mer gilt bei vielen Promis als effektiver Schönmacher –, sondern auch viele Punkte auf dem Karma-Konto, da ein Teil des Erlöses aus dem Verkauf der limitierten Crème de La Mer in Projekte zum Schutz der Weltmeere fliesst.

Im grossen Bild können wir in diesem Zusammenhang auch ganz einfach von einer guten Investition zum Schutz der Meere und damit in die Zukunft dieses Planeten reden. Weil wir alle unseren Beitrag leisten sollten. Egal, ob wir am Meer wohnen oder nicht.

 

 

PS: Die Prüfung habe ich dann zu meinem grossen Erstaunen trotz des holprigen Einstieges doch noch bestanden, wobei das ehrlich gesagt vermutlich mehr der Empathie meines Professors als meinen Fachkenntnissen zu verdanken ist («Wie wichtig ist diese Prüfung für Dein Studium? Ach komm, was soll’s, Du bekommst jetzt einfach den Stempel von mir!»).

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