Ganz klar: Regelmässig (und richtig) die Hände waschen, Abstand halten und möglichst daheim bleiben sind die wichtigsten und bekanntesten Massnahmen zum Schutz vor Krankheitserregern.

Ergänzend dazu können wir unser Immunsystem stärken – mit ausreichend Schlaf, ausgewogener Ernährung (schon mal den köstlichen Avocado-Cheescake à là sonrisa probiert mit vielen Schönmachern drin?) Sport (hier geht’s lang zu Jogging-Tipps für Anfänger) und: mit Vitalpilzen, wie mir Mykopräventologin Anna Mandozzi am Samstag im Live-Interview auf Instagram-TV erklärt hat, das ich an dieser Stelle aufgrund der grossen Nachfrage sehr gerne auch noch in in schriftlicher Form veröffentliche*.

*unter anderem, weil ich als Technik-Dummy es nicht geschafft habe, das Gespräch zu speichern, gahhh…

 

Vitalpilze machen schön, mindern Stress - und sind ideal zur Stärkung des Immunsystems: Im Interview auf sonrisa beantwortet Expertin Anna Mandozzi die wichtigsten Fragen zum natürlichen Booste für Innen und Aussen.

 

 

Fangen wir ganz von vorne an, liebe Anna: Was sind Vitalpilze?

«Ganz knackig auf den Punkt gebracht handelt es sich bei Vitalpilzen um eine eng definierte Gruppe von Pilzen, die ganz spezielle Eigenschaften haben.»

 

Und das wären?

«Vitalpilze…

* sind nicht giftig, also essbar
* stärken das Immunsystem
* wirken antioxidativ
* haben keine Nebenwirkungen
* regulieren den Fettstoffwechsel
* haben eine besonders hohe Nährstoffdichte
* wirken adaptogen
* gehören zu den ältesten und am besten studierten Naturheilmitteln der Welt. Dazu muss man wissen, dass es im Naturheilkunde-Bereich mehr Studien zu Pilzen als zu Pflanzen gibt!

… und sind auch sonst in vieler Hinsicht extrem interessant.»

 

Wieso?

«Da gibt es so unglaublich viele Gründe, dass ich mich auf die wichtigsten Fakten beschränken muss, weil dieses Interview sonst zum Roman wird…

* 80 bis 90 Prozent der Pflanzen könnten ohne Pilze nicht wachsen.
* 25 Prozent der Biomasse sind Pilze – im Erdreich.
* Pilze sind weder Pflanzen noch Tiere, sondern eine eigene Gruppe.
* Der menschliche Organismus und sogar unsere DNA ähnelt mehr dem Pilz als den Pflanzen, darum wirken Pilze beim Menschen so gut.
* Pilze können die DNA verändern und die DNA reparieren.

Die Liste liesse sich beliebig verlängern, aber ich denke, sie gibt bereits einen guten Einblick in das Universum von Pilzen, oder?»

 

Absolut! Du hast vorher die adoptogene Wirkung von Vitalpilzen erwähnt. Sind Vitalpilze das gleiche wie Adaptogene, die mittlerweile gefühlt in allen Wellness-Produkten vorkommen?

«Es gibt insofern eine grosse Schnittmenge, weil Vitalpilze zur Gruppe der Adaptogene gehören. Darunter versteht man bestimmte natürliche Substanzen welche dem Körper helfen, mit Stress umzugehen. Adaptogene passen sich den aktuellen Bedürfnissen eines Menschen an – adapatare heisst ‘anpassen’ – und wirken je nach Zustand stimulierend oder beruhigend.
Alle Vitalpilze sind also auch Adaptogene aber nicht alle Adaptogene sind Vitalpilze, da es auch Pflanzen und Kräuter mit adaptogener Wirkung gibt.»

 

Mittlerweile hat man als Konsument von Vitalpilzen aufgrund des stetig wachsenden Angebots die berühmte Qual der Wahl. Worauf gilt es zu achten beim Kauf von Vitalpilzen?

«Wie bei einem Medikament steht auch bei den Vitalpilzen die Qualität an oberster Stelle.»

 

Das macht Sinn. Als Laie ist aber die Unterscheidung zwischen hochwertigen und billigen Vitalpilzen sehr schwierig. Woran erkenne ich ein qualitativ gutes Produkt?

«Wenn alle Fragen dieser kurzen Checkliste mit Ja beantwortet werden können:

* Handelt es sich um ein Präparat von einem geprüften, absolut seriösen Anbieter mit der entsprechenden Kompetenz auf dem Gebiet der Mykologie?
* Hat das Präparat einen hohen Anteil an Polysacchariden?
* Ist das Präparat – also das Produkt selbst – bio-zertifiziert?

Ein weiterer Hinweis ist auch der Preis, denn hochwertige Pilze sind immer noch schwierig zu kultivieren und aus diesem Grund auch nicht günstig. Von Vitalpilzen zum Schnäppchenpreis sollte man darum unbedingt die Finger lassen, was umgekehrt aber nicht heisst, dass teure Produkte automatisch gut sind.

Im Zentrum steht wirklich die Bio-Qualität.»

 

Aus welchem Grund?

«Weil Pilze von ihrer Umgebung Schwermetalle, Pestizide, Radioaktivität sowie weitere schädlichen Stoffe aufnehmen und diese speichern und anreichern. Mit der Einnahme von Präparaten in Bio-Qualität lassen sich solche Belastungen vermeiden und der Körper profitiert in vollem Ausmass von den guten Wirkungen der Vitalpilze.»

 

Gerade bei Pilzen gibt es ja unterschiedliche Arten – ich denke da an ungeniessbare Exemplare oder solche, die für Rauschzustände sorgen. Haben Vitalpilzen auch Nebenwirkungen?

«Nein, per Definition gibt es bei Vitalpilzen keine Nebenwirkungen und auch eine Überdosierung ist nicht möglich.

Man kann aber eine Lebensmittelallergie auf Pilze oder eine Eiweissunverträglichkeit haben, wobei das nur selten vorkommt.

Gerade zu Beginn einer Kur mit Vitalpilzen ist es allerdings möglich, dass es zu leichten Reaktionen rund um die Verdauung und/oder zur Verstärkung der Symptome kommt, was sich jeweils nach rund einer Woche wieder legt.»

 

Woher weiss ich, welches der passende Vitalpilz ist für mich?

«Entweder durch selbstständige Recherche auf professionellen und unabhängigen Portalen wie der Gesellschaft für Vitalpilzkunde Schweiz (GFVS) oder mit Hilfe von ausgebildeten Mykotherapeuten.»

 

Wie finde ich solche Experten?

«Bei Interesse an einer Einzel-Beratung kann man sich gerne bei mir über contact@biomazing.ch melden und im übrigen gibt es auf der Homepage der GFVS eine Liste mit allen ausgebildeten Therapeuten in der Schweiz, die eine auf die persönlichen Bedürfnisse zugeschnittene Empfehlung abgeben.

Auf jeden Fall – und das ist wirklich sehr wichtig! – sollte man, wenn man in Behandlung ist, den behandelnden Arzt informieren. Umgekehrt muss der Mykotherapeute über Medikamenteneinnahme und so weiter Bescheid wissen.»

 

Gibt es im Hinblick auf die Stärkung des Immunsystems auch allgemeine Empfehlungen die für alle gelten?

«Absolut!

Gewisse Vitalpilze haben nämlich sowohl antivirale als auch immunmodulierende Eigenschaften und eignen sich darum perfekt zur Vorsorge oder, wenn es bereits zur Ansteckung gekommen ist, auch als unterstützende Behandlung zur Heilung.

Konkret handelt es sich um die folgenden Vitalpilze:

* Reishi
* Shiitake
* Coriolus
* ABM

Für welchen dieser Vitalpilze man sich entscheidet, hängt von den eigenen Vorlieben ab.»

Kann man Vitalpilze auch miteinander kombinieren?

«Ja, das ist sogar ideal, da sich die Wirkung der Vitalpilze gegenseitig ergänzen. Zur optimalen Vorbeugung von viralen Erkrankungen raten Mykotherapeuten zu zwei oder sogar drei verschiedenen Pilzen.

 

In welcher Dosierung sollte man diese Vitalpilze einnehmen?

«Das hängt vom aktuellen Zustand ab. Ein gesunder Erwachsener, der zum Schutz vor Viren wie etwa das Corona-Virus sein Immunsystem stärken möchte sollte täglich ein bis zwei Gramm der oben erwähnen Vitalpilze zu sich nehmen. Erkrankte Menschen wiederum brauchen zwei bis vier Gramm davon pro Tag.»

 

Wann und wie sollte man die Vitalpilze einnehmen?

«Am besten vor dem Essen mit viel Wasser. Ich selbst nehme immer die volle Dosis auf einmal, aber man kann die Tabletten oder das Pulver auch aufteilen, wenn sonst die Verdauung sensibel reagiert.»

 

Verrätst Du uns aus aktuellem Anlass, wie wir unser Immunsystem in Zeiten von Corona sonst stärken können?

«Neben den von Dir bereits oben erwähnten Massnahmen – gesunde Ernährung, ausreichend Schlaf, regelmässig Bewegung, viel Wasser trinken – hilft mir persönlich die Einhaltung eines klar strukturierten Tagesablaufs, eines Rhythmus. Wenn man auf seinen Biorhythmus hört, kann man umso besser arbeiten und sich entspannen! Ich fainde darin richtiggehend Kraft und das ist für mich zur Zeit absolut zentral. Denn nur wenn wir die Ruhe und unsere Reserven bewahren, können wir einen sinnvollen Beitrag leisten im Kampf gegen das Virus.»

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