Ein bisschen war es wie im Märchen mit den drei kleinen Schweinchen: Nachdem all meine Lieblingsmenschen während den vergangenen sechs Monaten gefühlt 167’129’83-mal die Frage «denkst Du, Fransen würden mir stehen?» mit mir diskutierten, nahmen sie mich ab einem gewissen Punkt einfach nicht mehr ernst. Dachten, es handle sich um eine dieser Phasen von mir, die man am besten aussitzt und wechselten ganz einfach das Thema, sobald die Rede darauf kam. Mir selbst, das nur am Rande, fiel das gar nicht gross aus, da ich meine

Unentschlossenheit inzwischen selbst ziemlich mühsam fand.

Wirklich zur Seite legen konnte ich das Thema aber trotzdem nicht, wie mir schnell klar wurde bei der Lektüre eines Artikels über die zahlreichen Vorteile des so genannten «French Bobs», der mich sofort ansprach wegen des Satzes «you won’t have to spend as much time styling it»… Und als mir Google für die weiteren Recherchen – zu diesem Zeitpunkt glaubte ich ernsthaft noch daran, es handle sich bei meinem Interesse um journalistische Neugierde… –  den Vogue-Text «Bangs over 50: the tranformative power of forhead fringe» vorschlug, war es um mich geschehen.

Ich wollte Fransen.

Bangs, wie es auf englisch hübsch heisst.

Sofort.

Bangbang sozusagen.

Die auf diese Entscheidung folgende WhatsApp-Konversation mit lovely Hairstylist Bea endete mit meinem Vorschlag, selbst aktiv zu werden («Es gibt im Fall viele gute Youtube-Tutorials, wie man sich Fransen schneiden kann!»), auf den von ihrer Seite ziemlich deutlichen Emojis sowie ein Terminangebot am gleichen Tag folgten.

Bangbang, wie gesagt!

Rund fünf Minuten dauerte die heiss ersehnte Frisuren-Veränderung im Salon, zu der mich das Kind begleitete (danke, Püppchen!), während Bea nochmals in aller Kürze die wichtigsten Do’s and Don’ts in Bezug auf Fransen aufzählte: «Bei fettigen Fransen musst Du nicht gleich alle Haare waschen, sondern einfach nur den Pony. Das Stylen mit dem Haartrockner ist total einfach, Du kannst sie einfach von einer Seite zur anderen föhnen, dann fallen sie perfekt.»

Nach reiflicher Überlegung lässt sich sonrisa ganz spontan die Fransen schneiden: Bangbang sozusgen!
Nach reiflicher Überlegung lässt sich sonrisa ganz spontan die Fransen schneiden: Bangbang sozusgen!

Da meine Haare extrem schnell wachsen, müssten meine Fransen ausserdem wohl alle zwei bis drei Wochen nachschnitten werden, erklärte Bea, die mich bei dieser Gelegenheit schwören liess, niemals selbst Hand anzulegen. Völlig unbegründet, wie ich finde, aber dem Frieden zuliebe natürlich machte. Weil ich tief im Inneren natürlich weiss, dass Fransen wirklich nur von Profis in Form gebracht werden sollten: Ein Aufwand, den ich gerne in Kauf nehme für meine neue Frisur, an der ich wirklich grosse Freude habe!

Nach reiflicher Überlegung lässt sich sonrisa ganz spontan die Fransen schneiden: Bangbang sozusgen!
Nach reiflicher Überlegung lässt sich sonrisa ganz spontan die Fransen schneiden: Bangbang sozusgen!
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