Praktisch in letzter Sekunde stornierte er unsere Reservation.

Wegen einer versehentlicher Doppel-Buchung, wie unser Gastgeber in Kyoto schrieb, wo der Liebste und ich trotz der kurzfristigen Absage ziemlich schnell eine andere Unterkunft fanden: Weniger zentral gelegen zwar, aber dafür in einem richtig schönen japanischen Haus in einem derart schönen Quartier, dass sich das vermeintliche Ärgernis sehr schnell als echter Glücksfall entpuppte – auf den während den folgenden Tagen noch viele weitere Glücksmomente folgten.

Und genau die gibt es in der heutigen Ausgabe von #sonrisaenroute zum Nachlesen. Weil die Sammlung unserer Feel-Good-Momenten in Kyoto das Potential haben, auch Dich glücklich zu machen: Sei das einfach so zur Ablenkung vom Alltag oder vielleicht sogar zur Inspiration für Deine nächste Reise in den Osten.

The little Kyoto-Guide: sonrisa war in der ehemaligen Kaiserstadt Japans und hat Dir viele Tipps mitgebracht.

Sightseeing

Das historische Kyoto gilt als kulturelles Füllhorn – wir reden immerhin von einer Stadt mit über 2’000 Tempeln, unzähligen Landschaftsgräten sowie 17 Unesco-Welterbestätten – und entsprechend hat man als Besucher die Qual der Wahl, da es auch sonst sehr viel zu entdecken gibt in der ehemaligen Kaiserstadt.

Trotzdem – oder gerade darum – konzentrierten wir uns beim Sightseeing in Kyoto auf ein paar wenige, zum Teil nicht so bekannte Sehenswürdigkeiten, die uns von guten Freunden empfohlen wurden (an dieser Stelle: Danke Jan & Peter! Danke Andi & Cécile! Danke Kimura! Danke Julia!Danke Emi!).

Mein Tipp:

Per Mietvelo erreicht man auch Destinationen am Stadtrand innert nützlicher Frist – und hat sich dabei ganz nebenbei noch sportlich betätigt.

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Fushimi Inari Taisha

Nicht umsonst gehören die Bilder vom Fushimi Inari Schrein zu den beliebtesten Instagram-Motiven aus Kyoto und entsprechend wimmelt es vor allem im rund um die Hauptgebäude nur so Touristen – aus dem Ausland genauso wie aus Japan übrigens, da Kyoto zu einem der beliebtesten Reiseziele des Landes gehört.

Das Gedränge beim Eingang sollte aber niemanden von einem Besuch dieser unglaublich schönen Anlage abhalten, auf der sich viele tausende orangefarbene Torii-Tore befinden, durch die verschiedene Wege zum Gipfel des 233 Meter hohen heiligen Bergs Inari führen.

Mein Tipp:

Auch wenn der Weg bis zum Gipfel hinauf ziemlich steil ist, lohnt sich die Anstrengung. Einerseits wegen den proportional zu den Höhenmetern abnehmenden Besucherzahlen und andererseits wegen der tollen Aussicht unterwegs.

Für Verpflegung ist übrigens auch unterwegs gesorgt – unter anderem in Form von (Du ahnst es schon, oder?) Selbstbedienungsautomaten.

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Daisen-in Tempel

Auf dem Gelände des buddhistischen Tempelkomplexes Daitoku-ji im Stadtbezirk Kita befinden sich diverse historisch bedeutende Bauwerke, die wir eigentlich alle gerne angeschaut hätten.

Weil dafür die Zeit nicht reichte – und weil der Tempel unserer Wahl wegen Bauarbeiten geschlossen war – fiel die Wahl schliesslich relativ spontan auf den Daisen-in Tempel, der gemäss Reiseführer als «berühmtester Nebentempel des Daitoku-ji Tempels» gilt und dessen Garten zu den schönsten Anlagen von Japan gehören soll.

Inwiefern das stimmt, kann ich natürlich nicht beurteilen, aber der Rundgang – brav nach Vorschrift ohne Schuhe und ohne Kamera – durch den Zen-Garten des Daisen-in Tempels war für mich wegen der unglaublich harmonischen Stimmung vor Ort tatsächlich einer der Höhepunkten unserer Japan-Reise.

Mein Tipp:

Falls Du auch nur ansatzweise emotional veranlagt bist, nimm eine Packung Taschentücher mit – ich musste immer wieder mal meine vor Ergriffenheit feuchte Augen trocken tupfen…

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Bambuswald

Meterhohe Bambusbäume, dicht aneinandergereiht, durch deren zarte Blätter das Licht der Sonne für ein spektakuläres Schauspiel sorgt: Ja, der Bambuswald in Arashiyama ist wirklich so schön, wie ihn die Japan-Kenner und Superdarlings Jan und Peter beschrieben haben.

Mein Tipp:

Wer nicht wie wir mit gefühlt tausend anderen Touristen durch den Bambuswald schlendern möchte, sollte den Besuch auf eine Randzeit legen. Also früh am Morgen oder abends knapp bevor die Anlage geschlossen wird.

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Kiyomizu-dera Tempel

Drei Minuten brauchten wir von unserem temporären Daheim bis zum wunderschönen Kiyomizu-dera Tempel, den wir zum Auftakt des ersten Morgenlaufs in Kyoto zu sehr früher Stunde besuchten – und darum nur wenigen andere Touristen begegneten.

Wunderbar!

Mein Tipp:

In den Souvenir-Shops unterhalb des Tempels findet man wunderbare Mitbringsel für die Lieben daheim!

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River running

A propos laufen: Die Strecke entlang des Flusses Kamo ist nicht nur ideal, um per Fahrrad dem Verkehr zu entkommen, sondern dank der nicht vorhandenen Topographie auch ideal zum Joggen.

Mein Tipp:

Öfters mal den Fluss überqueren sorgt für Abwechslung — und führt manchmal sogar zu einer Begegnung mit einer kleinen Schildkröte.

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Shopping

Yojiya

«In Kyoto solltest Du unbedingt in einen der Yojiya-Läden, die mit dem Handspiegel als Logo. Die Blottingpaper sind berühmt, aber auch die Gesichtsseifen sind der Hammer», lautete die Empfehlung meiner reizenden Kollegin Julia Keith vom wunderbaren Naturkosmetik-Blog Beautyjagd.de, die mir schon viele tolle Shopping-Tipps gab – unter anderem auch für Tokio, wie Du Dich sicher noch erinnerst.

Auch in Kyoto kam ich dank Julia voll auf meine Kosten: Zuerst im Beauty-Shop von Yojiya nahe des Bamubswaldes und anschliessend im daneben gelegenen Restaurant, wo mir vielleicht nicht der beste Cappuccino der Stadt – dazu weiter unten noch mehr –, aber mit Abstand hübscheste Kaffee während der ganzen Japan-Reise serviert wurde.

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Gastronomie

Okonomiaky

Ursprünglich kommt das japanische Gegenstück zur Tortilla oder einer Omelette ja aus Hiroshima, aber mittlerweile gehören die so genannten Okonamiakys auch zu Kyotos kulinarischen Spezialitäten, wie unser japanischer Freund Kimura erklärte.

Entsprechend hoch ist in Kyoto die Dichte an Okonamiaky-Restaurants, wo man meist in gemütlicher Atmosphäre rund um eine heisse Eisenplatte sitzt, die im Tisch eingelassen ist und auf welcher die köstlichen Fladen aus Mehl, Eiern, fein geschnittenem Kohl und Gemü-se wie eine dicke Rösti vor sich hinbrutzeln.

Peinlicherweise kann ich mich nicht mehr erinnern, in welches Lokal es uns am ersten Abend in Kyoto verschlagen hat, aber gemäss Kimura spielt das auch nicht so eine grosse Rolle, «weil Okonomiaky eigentlich überall lecker schmecken.»

Mein Tipp:

Wegen den Geruchsemissionen durch das Braten der Okonomiaky empfiehlt sich ein Outfit, das man am folgenden Tag auslüften kann. Oder grad direkt in die Waschmaschine gibt.

Restaurant Manjirō

Mindestens sechs der neun Gänge unseres Kaiseki-Menüs – ein traditionelles japanisches Mahl mit besonders hochwertigen und kunstvoll arrangierten Speisen – im Restaurant Manjirō bestanden aus Tofu in allen Varianten.

Mariniert.

Frittiert.

Gebacken.

Und jedes Mal: Unglaublich gut.

Ohne aufzuliegen übrigens, da es sich trotz der vielen Gänge um eine sehr leichte Mahlzeit handelte, die mir bis heute in bester Erinnerung geblieben ist.

Mein Tipp:

Allenfalls etwas früher kommen, dann reicht es noch für eine Besichtigung des direkt neben dem Restaurant gelegenen Daiun-in-Tempels.

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The Weekenders

Dank den Empfehlungen von Mame-Cofffeeshop-Betreiberin und Star-Barista Emi aus Zürich haben wir bereits in Tokio schnell festgestellt, dass Japan neben der berühmten Tee- auch eine grossartige Kaffeekultur hat.

Am aller-, allerbesten schmeckte mir der Kaffee in Kyoto bei Weekenders, wo wir fast täglich zu Gast waren.

Mein Tipp:

In diesem Lokal gibt es unfassbar guten Kaffee – und sonst nichts: Keine Snacks, keine Süssigkeiten, kaum Sitzgelegenheiten. Das kleine Hüngerchen solltest Du darum schon vorher stillen, zum Beispiel mit einem Riegel von Roobar, die ich auf Reisen genau für solche Fälle immer dabei habe…

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Unterkunft

Ryokan Hiiragiya Annex

Die Schuhe vor der Tür, hauchdünne Schiebetüren aus Washi, Strohmatten als Bodenbelag, eine Matratze ohne Rost, dampfender Tee auf einem kleinen Tisch, ein Baumwoll-Kimono als Tagesoutfit, fermentierte Sojabohnen zum Frühstück sowie ein ganz klar geregeltes Badeprotokoll: Am Abend vor unserer Abreise buchten wir eine Nacht im Ryokan Hiiragiya Annex – und tauchten dabei tief ein in die traditionelle Lebensweise Japans, die uns vorkam wie eine andere Welt.

Mein Tipp:

Als typischer Frühstücksmuffel war ich leicht überfordert vom üppigen Menü, das uns nach dem Baderitual am Morgen serviert wurde und zu dem unter anderem ein gebratener Fischkopf – gut als solcher erkennbar – gehörte.

Beim nächsten* Besuch in einem Ryokan werde ich darum wohl nur einen Tee bestellen zum Frühstück.

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*Yep richtig gelesen: Noch während unserer Goodbye-Velotour durch Kyoto (auf dem Bild zu sehen:  die Pharao Dental Clinic, gebaut von Shin Takamatsu in 1984 und gemäss dem Liebsten eine architektonische Perle…) haben wir bereits die nächste Reise nach Japan geplant, zumal wir während dieser Reise nur einen Bruchteil aller geplanten Spässlis realisieren konnten.

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