Es ist mal wieder so weit, Sweetheart! 

Pünktlich vor dem ersten richtigen Herbst-Weekend dieses Jahres kommen die neusten sonrisa Kultur-Tipps mit meinen persönlichen Empfehlungen zum Lesen, Hören und Schauen: Als Inspiration für den Zeitvertrieb während den nächsten Tagen – vielleicht hast Du sogar Ferien?* –, die Du hoffentlich ganz gemütlich an einem schönen Ort geniessen kannst. 

Und weil diese Rubrik keine Einbahnstrasse sein sollte, freue ich mich umgekehrt natürlich auch immer über Tipps von Dir, für die ich mich jetzt schon ganz herzlich bedanke!

In den sonrisa Kultur Tipps vom September 2020 gibt  Empfehlungen zum Lesen, Schauen und Hören.
In den sonrisa Kultur Tipps vom September 2020 gibt  Empfehlungen zum Lesen, Schauen und Hören.
In den sonrisa Kultur Tipps vom September 2020 gibt  Empfehlungen zum Lesen, Schauen und Hören.

Lesen

Queenie von Candice Carty-Williams

Natürlich habe sie sich extrem gefreut, aber gleichzeitig sei sie auch «traurig und verwirrt» gewesen, sagt Autorin Candice Carty-Williams, die bei den British Book Awards 2020 für ihren Roman «Queenie» als erste Schwarze die Auszeichnung «Book of the Year» erhielt. Die Begründung für ihre gemischten Gefühle: «Diese Premiere war doch eigentlich schon lange fällig».

Was Carty-Williams damit meint, wurde mir als weisser Mensch spätestens bei der Lektüre von «Queenie» klar, in dem anhand des Lebens von Protagonistin Queenie – eine junge Frau aus London mit Wurzeln in der Karibik – scheinbar schwere Themen wie Feminismus, mentale Gesundheit sowie Black Lives Matter behandelt werden: Ohne Mahnfinger, oft sehr witzig, manchmal etwas derb, bisweilen herzzerreissend traurig und dabei immer so unterhaltsam, dass man das Buch kaum aus der Hand legen möchte.

Schauen

A short Story of Moria

Eimal mehr hat das deutsche Entertainer-Duo Joko und Klaas 15 Minuten beste Sendezeit bei Pro Sieben genutzt, um den Fokus auf ein Thema zu lenken, das uns eigentlich alle betroffen machen sollte – und trotzdem sehr oft untergeht in der Flut der vielen Nachrichten: «A short Story of Moira» ist eine Mini-Doku, in welcher ein junger Migrant auf Englisch von seiner Flucht nach Europa sowie seinen Erlebnissen im mittlerweile zerstörten Lager Moria  auf der griechischen Insel Lesbos erzählt. 

Und ja, das ist bisweilen kaum zu ertragen – bei mir flossen viele Tränen –, aber gleichzeitig finde ich es eben auch extrem wichtig, dass wir uns immer wieder bewusst machen, was an den Grenzen zu Europa passiert. 

Aktiv unterstützen kann man die Menschen vor Ort übrigens zum Beispiel mit einer Spende an die NGO Aid hoc, die nach einem Hilfseinsatz in Nordgriechenland im Sommer 2016 von acht Mediziner*innen aus der Schweiz gegründet wurde, «weil wir bei dieser humanitären Katastrophe aktiv etwas unternehmen und nicht einfach hilflos zusehen möchten», wie Gründungsmitglied und Familienfreundin Daniele mir unlängst erklärte.   

Hören

Derroche von Ana Belen

Beim Schreiben des Blogposts über die neue Mac Viva Glam Botschafterin Rosalia kam bei mir plötzlich heftiges Fernweh auf nach Spanien, welches ich mit dem Betrachten alter Fotos stillte aus meiner Zeit als Austauschstudentin in Madrid vor über 20 Jahren. Und dazu fröhlich meinen Lieblingssong von Ana Bélen vor mich hinschmetterte, deren Schnulzen-Musik mich während eines in vieler Hinsicht grossartigen Jahres begleitet hat, in dem ich so viel schönes erlebt habe. Unter anderem mit meiner Freundin Sabine, der ich zur Feier ihres neuen Jobs diesen Abschnitt widme: Gracias, dass es Dich gibt!

* So wie ich es war für einen Tag im Hotel The Dolder Grand, wo die fabelhafte Fotografin Jehona Abrashi die Bilder von mir machte.

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