Wird es regnen? Oder setzt sich doch noch die Sonne durch? Und wie sieht es aus mit den Temperaturen?

Da der April seinem launischen Ruf mal wieder alle Ehre macht, gibt es pünktlich zum Wochenende hin eine neue Ausgabe der sonrisa-Unterhaltungstipps mit meinen Empfehlungen zum Lesen, Hören und Schauen.

Ganz viel Spass, Darling!

In den sonrisa Unterhaltungs Tipps vom April 2022 gibt es neue Empfehlungen zum Lesen, Schauen und Hören.
In den sonrisa Unterhaltungs Tipps vom April 2022 gibt es neue Empfehlungen zum Lesen, Schauen und Hören.
In den sonrisa Unterhaltungs Tipps vom April 2022 gibt es neue Empfehlungen zum Lesen, Schauen und Hören.

Lesen

R.J. Palacio: Wunder

«Ich werde nicht beschreiben, wie ich aussehe. Was immer ihr euch vorstellt – es ist schlimmer»: Bereits auf den ersten Seiten des Romans «Wunder» der amerikanischen Autorin R.J. Palacio aus dem Jahre 2012 (yep, ich gehöre ganz offensichtlich zur Fraktion «always late to the party» zu tun…) stellt der zehnjährige Protagonist August klar, dass er anders ist als seine Altersgenossen. Nicht nur äusserlich, sondern auch innerlich, da die Reaktionen seines Umfelds auf sein durch einen angeborenen Gen-Defekt entstelltes Gesicht mindestens so viele Narben hinterlassen haben wie die zahlreichen Operationen, die er über sich ergehen lassen mussten.

Im Wissen darum, dass die meisten Kinder nicht absichtlich gemein sind zu ihm, möchte Auggie darum eigentlich nur eines: Nicht auffallen. Genau das ist aber natürlich der Fall, als er in die fünfte Klasse einer Middle School eingeschult wird und damit erstmals einen normalen Schulbetrieb erlebt – zu seinem Schutz hat ihn seine Mutter davor nämlich daheim unterrichtet.

Aus wechselnden Perspektiven erzählt das Buch in den folgenden, jeweils sehr kurzen Kapiteln von Auggie’s erstem Schuljahr, in dem er das ganze Spektrum von Mobbing, Spott aber auch Zuspruch und Ermutigung durch Freund:innen erlebt. Durch diese Erzählweise entsteht das Bild eines speziellen Kindes, das zwar einerseits überdurchschnittlich mutig, tapfer, witzig und grosszügig ist aber andererseits genauso bockig und nervig sein kann wie seine Mitschüler:innen. Gleichzeitig regen die kleinen Episoden aus dem Alltag von Auggie zum Nachdenken an über Themen wie Freundschaft, Inklusion und Toleranz.

Richtig spannend wird es zum Schluss, als Auggie während eines mehrtätigen Schulausflugs eine ganz besondere Mutprobe erlebt, die zum Wendepunkt in seinem Leben wird. Mehr möchte ich dazu nicht verraten, aber eines sei gesagt: Zum Schluss gibt es ein fulminantes, fast schon kitschiges Happy End, bei dem ich – im voll besetzten Zug, ahem – vor lauter Tränen die letzten Wörter kaum noch lesen konnte…

Hören

Pete Doherty und Frédéric Lo: The Fantasy Life of Poetry & Crime

Als begeisterte Klatsch-Heftli-Leserin hatte ich Pete Doherty sehr lange als ziemlich ungesund aussehender Ex-Freund von Kate Moss auf dem Schirm, der wegen seiner Vorliebe für illegale Substanzen bisweilen mit dem Gesetz in Konflikt kam.

Aus reiner Neugierde hörte ich mir dann irgendwann auch einmal seine Musik an – und war sofort begeistert vom Talent des Engländers, von dem es nun in Zusammenarbeit mit Frédéric Lo ein neues Album gibt: The Fantasy Life of Poetry & Crime ist eine wunderbar schräge, manchmal melancholische und immer sehr eigenwillige Mischung aus britischem Pop sowie französischen Chansons mit einem Hauch von Sixties Vibes.

Mein Favorit ist der Titelsong des Albums, den ich übrigens während unseres Abstechers nach Gibraltar während unserer Reise durch Andalusien kürzlich erstmals hörte – und seither mit schönen Erinnerungen an die britische Halbinsel an der Spitze von Spanien verbinde.

Sehen

L‘ Agence

Die volle Wahrheit?

Eigentlich wollte ich die neuste Staffel von «Selling Sunset» auf Netflix anschauen. Aber weil mein innerer Technik-Dummie mir einen Strich durch die Rechnung machte – bereits das Anstellen des Fernsehers brachte mich hart an meine Grenzen –, landete ich nicht gewünscht bei der amerikanischen Reality-Serie über Luxus-Maklerinnen aus Los Angeles. Sondern bei beim französischen Pendant «L‘ Agence», in welchem es um das exklusive Immobiliengeschäft der Familie Kretz geht, die als generationenübergreifender Clan ihren finanzkräftigen Klient:innen beim Kauf und Verkauf von luxuriösen Eigenheimen hilft.

Und ja, im Grundsatz ist diese Serie ähnlich, sagen wir mal: seicht wie jede andere Reality-Serie, zumal bereits in der ersten Folge unfassbar viele Klischees über Frankreich bestätigt werden. Aber in Kombination mit vielen Einblicken in surreal teure Häuser – wer liebt das nicht? –  macht genau das für mich der Reiz von L‘ Agence aus.

In den sonrisa Unterhaltungs Tipps vom April 2022 gibt es neue Empfehlungen zum Lesen, Schauen und Hören.

PS: Falls Du Dich wunderst, warum ich Dir nur ein Foto zeige und keinen Trailer eingebaut habe – auch daran ist der Technik-Dummie in mir gescheitert…

Die Bilder von mir machte lovely Ella, der Du unbedingt via Instagram auf @ella.zina folgen solltest.