Die halbe Woche liegt hinter uns: Grund genug, um eine kleine Pause einzulegen finde ich – und präsentiere Dir passend dazu meine neusten Empfehlungen zum Lesen, Hören und Schauen mit besonders vielen Feel-Good-Vibes!

Ganz viel Spass Darling, Du hast diese Auszeit verdient!

Lesen

Matt Haig: Die Mitternachtsbibliothek

Was wäre, wenn…?

Genau um diese Frage, die wir uns alle sicher schon oft gestellt haben, geht es in Matt Haig’s zauberhafter Roman «Die Mitternachtsbibliothek». Gleich zu Beginn beschliesst Hauptfigur Nora, ihrem Leben ein Ende zu setzen, in dem sie keinen Sinn mehr sieht. Auf dem Weg ins Jenseits landet sie in der Mitternachtsbibliothek, wo alle Bücher einen Weg beschreiben, den sie hätte gehen können. Plötzlich hat sie die Möglichkeit herauszufinden, was passiert wäre, wenn sie sich anders entschieden hätte, denn jedes Buch bringt sie in ein anderes Leben.

Auf der Suche nach jenem Lebensentwurf, in dem sie wirklich glücklich werden kann, gewinnt Nora spannende Einsichten, die zu einem im Grunde gar nicht so überraschenden Ende führen. Mehr sei dazu nicht verraten – ein bisschen Spannung muss sein! –, ausser vielleicht, dass diese Geschichte trotz des dramatischen Einstiegs eine der schönsten Hymnen auf das Leben sind, die ich je gelesen habe.

In den sonrisa Unterhaltungs Tipps vom September 2021 gibt es neue Empfehlungen zum Lesen, Schauen und Hören.
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Hören

Imany: Wonderful Life

Wer wie ich die 80er-Jahren als Teenager erlebt hat – mit Jahrgang 1972 war ich in dieser Zeit voll am Pubertieren… –, erinnert sich bestimmt noch an den Song «Wonderful life» des britischen Musikers Black aus dem Jahre 1986.

Eine besonders bezaubernde Cover-Version davon gibt es auf dem neuen, absolut grossartigen Album «Voodo Cello» der französisch-komorischen Sängerin Imany, die darauf nur begleitet von 12 Cellist:innen ihre liebsten Songs interpretiert. Und obwohl mich alle Titel begeistern, ist «Wonderful life» mein Favorit – nicht nur aus nostalgischen Gründen, sondern vor allem, weil ich es trotz des traurigen Texts auch als Aufforderung verstehe, die Gegenwart und damit das Leben zu geniessen.

Schauen

Ted Lasso

Grad in sieben Kategorien räumte «Ted Lasso» bei den Emmys unlängst – völlig verständlich, finde ich, da die Comedy-Serie (auf Apple TV) genau diese positiven Vibes bietet, nach denen wir uns glaub’s alle sehnen. Oder, wie es der Liebste unlängst sagte: «Ted Lasso ist wie Soulfood für die Augen.»

Der Grund dafür liegt am unverwüstlichen Optimismus der Hautpfigur Ted Lasso aus den USA, der zum neuen Trainer des britischen Fussballclubs ATM Richmond verpflichtet wurde, obwohl er bisher nur American Football-Teams coachte und von Fussball genau gar nichts versteht. Was nach einer absoluten Katastrophe tönt, ist in Tat und Wahrheit allerdings ein Teil des Plans seiner Chefin Rebecca, die sich damit nach ihrer Scheidung am untreuen Ex rächen möchte.

Ganz wichtig: Wer das Gefühl hat, bei «Ted Lasso» gehe es nur um Männerfussball, testosterongesteuerte Egos und was einem sonst noch alles an Klischees in den Sinn kommt in diesem Zusammenhang, der irrt sich. Denn der Sport ist letztlich nur eine Steilvorlage für die Irrungen und Wirrungen im Leben der allesamt hervorragend besetzten Figuren, die im Verlauf der Serie mit universalen Themen wie Liebe, Verrat, Freundschaft, Toleranz, Loyalität, Familie oder Erfolg konfrontiert werden. Wie sich Ted Lasso und seine Freund:innen darauf einlassen, macht gleichermassen Mut und Hoffnung auf eine Welt mit mehr Empathie und weniger Ignoranz.

Die Bilder zu diesem Blogpost machte lovely Fotografin Delia, der Du unbedingt via Instagram auf @lebensgefuehlfotografie folgen solltest.