So funktioniert die Arbeitsteilung im casa sonrisa: Während der Liebste beim Bäcker einen frischen Dreikönigs-Kuchen besorgt, träume ich von meinem eigenen Beauty-Blogger-Königinnenreich. Und stelle dabei ganz unverbindlich eine Liste mit den wichtigsten Regeln zusammen, die ich einführen würde für den heutigen Tag. Zur Vorbereitung, damit ich grad loslegen könnte, falls sich die Plastik-Regentin in meinem Kuchenstück befinden täte und ich – natürlich mit einem hübschen Krönchen unter der Kapuze des dicken Wintermantels – für einen Tag die Beauty-Blogger*Innen-Welt regieren dürfte.

sonrisa knabbert am Dreikönigskuchen und träumt dabei vom perfekten Beauty-Blogger-Königsreich.

Wohl dosiert

Frei nach dem Motto «Klasse vor Masse» würde ich die Anzahl der Lancierungen von Beauty-Neuheiten beschränken auf maximal zwei Produkte pro Firma und Monat. Damit könnte ich mich bei meinen Recherchen auf echte Innovationen konzentrieren, die wirklich einen (Test)-Bericht verdienen und gleichzeitig müssten die netten Paketzusteller*Innen, die jede Woche unglaublich viele Päckchen ins sonrisa-Büro schleppen nicht bei jeder Lieferung ihre Bandscheiben an die Grenzen bringen.

Weniger ist mehr

Beauty-Produkte von Firmen, die ihre ökologische und ethische Verantwortung nicht wahrnehmen, täte ich strengstens verbieten in meinem Beauty-Königinnenreich.

Ebenfalls auf der «geht gar nicht-Liste» wären übrigens auch Produkte-Namen mit mehr als drei Silben sowie – ganz wichtig – unsinnige Marketing-Sprüche, welche die Intelligenz meiner Leserschaft beleidigen («ein Mascara für 400 Prozent längere Wimpern!», «bereits nach der ersten Anwendung sind mehr als die Hälfte aller Falten verschwunden», «lässt die Silhouette über Nacht um mindestens eine Kleidergrösse schrumpfen» und so weiter…) , weil sie derart absurd sind.

Und, wenn wir schon dabei sind: Winzige Tiegel, verpackt in einem Karton von der Grösse eines Überseekoffers wären ein weiteres No-Go bei BBQ*-Katrin. Im Jahr 2021 sollte es eigentlich klar sein, dass wahrer Luxus in der Reduktion auf das Wesentliche besteht und nicht in Form von unnötig viel Material daherkommt…

*Beauty-Blogger-Queen – what else?

Kreative Medizin

Für die Erfindung einer Pille gegen fiese Schreibblockaden – so was kommt leider öfters vor, als mir lieb ist! –würde ich einen speziellen Orden vergeben und als Bonus gäbe es für das Entwicklungsteam auf Lebenszeit freien Zugang zu meinem Schrank mit den Beauty-Mustern.

Gezuckerte Hilfsmittel

Glücks-Kekse – gerne auch in Form von Cupcakes, Kuchen oder Glacé –, in denen sich statt inflationär verwendeter Lebensweisheiten jeweils ein wirklich origineller Vorschlag für einen guten Texteinstieg befindet, wären für mich die perfekte Ergänzung zur oben erwähnen erwähnten Beauty-Blogger-Pille: Einerseits, weil sich damit viel Zeit sparen liesse – es ist unfassbar, wie lange ich zum Teil an den ersten Sätzen herumdoktern kann… – und andererseits, weil es dann einen guten Grund gäbe für mich, um das streberhaft gesunde Müesli am Morgen durch eine köstliche Süssigkeit zu ersetzen, die natürlich keine Kalorien hat.

Und ja, in meinem Beauty-Königinnenreich geht das, im Fall!  

Behind the scenes

Mit dem Personal ist das ja immer so eine Sache: Gerade in hektischen Phasen hätte ich durchaus gerne jemanden bei mir im Büro, der

  • mir jeden Morgen den perfekten Cappuchino ans Pult bringt
  • lästige Mails beantwortet
  • Päckchen aufmacht
  • möglichst gute Verträge aushandelt
  • mich bei Absagen und anderen Stimmungskillern tröstet
  • technische Probleme auf Knopfdruck löst
  • Verhandlungen mit anspruchsvollen Gegenübern führt
  • vor jeder Reise den Koffer packt inklusive einer Liste der verschiedenen Outfits

… und mir auch sonst sämtliche Blogger-Wünsche von den Augen abliest, bevor ich sie überhaupt ausgesprochen habe.

Fairerweise muss ich dazu aber sagen, dass vor allem der letzte Punkt eine echte Herausforderung sein dürfte für meine imaginäre Hilfskraft, da ich dank der besten Leserschaft der Welt im Grunde wunschlos glücklich bin in meinem Job.

Egal, ob mit oder ohne Krone auf dem Kopf…

sonrisa knabbert am Dreikönigskuchen und träumt dabei vom perfekten Beauty-Blogger-Königsreich.

Die Bilder zu diesem Beitrag machte Fotografin und Queen of Smile Jessica Goldsmith.

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