Sie sass mir gegenüber während meines Praktikums bei der Basler Zeitung und wurde schnell zu meiner Mentorin, mit der mich heute eine herzliche Freundschaft verbindet: Sonnenschein und Journalismus-Talent Susanna Petrin, die heute in New York lebt und dort unter anderem – hurra! – als neue Gastbloggerin für sonrisa schreibt.

Der erste Beitrag aus New York geht schon ganz bald online, aber an dieser Stelle stellt lovely Susanna sich selbst und die neue Rubrik vor.

In diesem Sinne: Herzlich willkommen bei sonrisa, liebe Susanna!

Kulturjournalistin Susanna Petrin befragt als sonrisa-Gastbloggerin in der neuen Rubrik "Beautiful in New York" die Menschen vor Ort, was sie unter Schönheit verstehen.

«All the world’s a stage – and New York is its highest pedestal.»

«Die ganze Welt ist eine Bühne – und New York ist ihr höchstes Podest», sagte Shakespeare – oder würde es heute bestimmt so präzisieren. Nichts gegen Stratford Upon Avon oder Schwamendingen, zum Beispiel, aber in New York gibt es die noch interessanteren Leute zu sehen. Nirgendwo sonst auf der Welt leben so viele unterschiedliche Menschen auf einem Raum wie in dieser 8.8-Millionen-Stadt. New Yorker sind divers, originell und haben den Mut, sich genauso zu kleiden und schminken, wie sie wollen. Manchmal gar nicht. Dazu kennen sie keine Scham, intime Gespräche auf der Strasse zu führen; den Verkehrslärm übertönend brüllen sie sexuelle Präferenzen oder Beziehungsprobleme in ihre Handys.

Neben «People of New York» ist «Overheard in New York» deshalb eine fast so populäre Web- und Instagramseite. Again: Ein Account namens «Overheard in Schwamendingen» würde kaum je weltweit beachtet.

Auch die kleinste Besorgung, einmal zum Bäcker ums Eck oder schnell zur Post, gerät in New York dank seines besonders offenherzigen Menschenschlags zum Erlebnis.

«I’ve seen things you people wouldn’t believe.»

Ich habe auf dem Union Square eine Frau mit 3D-Brille gesehen, die von Kopf bis Fuss mit Tauben bedeckt war; ich habe am East River einen Mann mit nacktem Oberkörper und Cowboyhut gesehen, der joggend einen Pitbull-Terrier in einem Kinderwagen vor sich her stiess. Ich habe einen Mann in rosa Tütü und Perücke auf einem Segway gesehen, eine barbusige Frau im Bastrock mit der grünen Krone der Freiheitststatue auf dem Kopf, einen Mann mit Pestmaske, eine Frau mit Gasmaske, einen Hund mit Schuhen und eigener Visitenkarte.

Kulturjournalistin Susanna Petrin befragt als sonrisa-Gastbloggerin in der neuen Rubrik "Beautiful in New York" die Menschen vor Ort, was sie unter Schönheit verstehen.
Bilder: Susanna Petrin

„All the world’s a stage,And all the men and women merely players;They have their exits and their entrances.“

William Shakespeare, As you like it.

Darum liebe ich New York so sehr: An jeder Ecke spielt sich ein Drama ab – oder wenigstens eine kleine Geschichte. Und die Darsteller sind so exquisit wie extravertiert. Bis jetzt war ich dabei nur stille Beobachterin. Doch nun bekomme ich einen guten Grund, diese besonderen Menschen anzusprechen: Für den sonrisa-Beautyblog möchte ich einige dieser Persönlichkeiten wenigstens kurz in ein Gespräch verwickeln und sie fragen: Was ist Schönheit?

In der Hoffnung, euch Leserinnen und Leser am grossartigen Schauspiel New Yorks teilhaben zu lassen.

As you like it!

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