Lufttrocknen ist besser als Föhnen, Spitzenschneiden kurbelt das Haarwachstum an und tägliches Waschen stresst die Haare: Die Liste von Haar-Mythen ist fast so lang wie die Mähne von Rapunzel und viele davon halten sich hartnäckig, obwohl sie ins Reich der Märchen gehören. 

Um ein für alle Mal abzuklären, welche Beauty-Hacks komplett an den Haaren herbeigezogen sind – sorry, der musste einfach sein! –, und welche Tipps zur Pflege der Haare wirklich etwas taugen, habe ich darum jene Frau befragt, an der kein Weg vorbei führt, wenn es um Haare geht:

Promi-Stylistin, Social Media Star und Dyson Botschafterin Jen Atkin, die von der New York Times als «einflussreichste Hairstylistin der Welt» bezeichnet wurde – und hier auf sonrisa den Faktencheck machte mit sieben gängigen Haar-Mythen.

Thank you, dear Jen!

Nur warme Luft oder wahr? Star-Stylistin und Dyson-Botschafterin Jen Atkin geht für sonrisa den sieben bekanntesten Haar-Mythen auf den Grund.

Mythos 1: Die Haare sollten direkt nach dem Waschen gekämmt werden

«Falsch! 

Die Struktur der Haare ist in nassem Zustand um gut die Hälfte schwächer und kann darum leichter brechen. Um das zu vermeiden, sollte man die Haare erst bürsten, wenn sie trocken sind.»

Mythos 2: Kaltes Wasser am Ende der Dusche bringt die Haare zum Glänzen

«Basierend auf der These, dass kaltes Wasser die geschuppte Oberfläche der Haare schliesst, hält sich dieses Gerücht seit vielen Jahren. Weil unsere Haare aber keine lebenden Zellen enthalten, können sie auch nicht reagieren – weder auf kaltes noch auf warmes Wasser. 

Es gibt also keinen Grund für eine Zitter-Partie unter der Dusche!»

Mythos 3: Regelmässig die Spitzen schneiden lässt die Haare schneller wachsen.

«Schön wär’s, oder?

Aber: Haare wachsen aus der Wurzel und der Körper kann nicht erkennen, wann sie geschnitten wurden. Das Abschneiden der Haare hat darum keinen Einfluss auf die Geschwindigkeit des Wachstums. 

Dennoch empfiehlt sich das Kürzen der Haare alle sechs bis acht Wochen. Dauern die Wachstumsphasen länger, wird das Haar nämlich immer dünner und es kann zu Spliss oder Haarbruch kommen. 

Oder, um es positiv zu formulieren: Durch regelmässiges Spitzenschneiden wirkt das Haar automatisch fülliger und gesünder.»

Mythos 4: Wenn man ein graues Haar zupft, wachsen zwei nach

«Die gute Nachricht vorab: Graues Haar vermehrt sich nicht durch Zupfen, denn aus einem Haarfollikel kann immer nur ein Haar wachsen, egal wie es entfernt wird. 

Die andere Nachricht: Früher oder später wird das ausgezupfte Haar nachwachsen – wieder in grau.»

Mythos 5: 100 Bürstenstriche pro Tag sorgen für schönes Haar

«Den berühmten Beauty-Tipp von Oma sollte man lieber nicht wörtlich nehmen, da exzessives Bürsten dem Haar mechanisch schadet, indem es die Bindungen in der Rinde bricht und es damit auf die Dauer weniger widerstandsfähig macht gegen chemische, umweltbedingte oder physikalische Schäden.»

Mythos 6: Tägliches Waschen ist schlecht für die Haare

«Das kann man so nicht sagen.

Zwar stimmt es, dass das Haar durch das Bürsten, warme Luft sowie heisse Styling-Geräte strapaziert wird – nicht aber durch das Waschen an sich. 

Solange man seine Haare mit den passenden Produkten gut pflegt, spricht darum grundsätzlich nichts gegen tägliches Waschen.» 

Mythos 7: Lufttrocknen ist besser als Föhnen

Nein, das ist nicht zwingend der Fall.

Eine wissenschaftliche Studie aus den USA ergab nämlich, dass das langsame Trocknen der Haare an der Luft den Längen schaden kann. Der Grund: Je länger das Haar mit Wasser in Kontakt kommt, desto mehr quillt es auf, was Druck auf jene Proteine erzeugt, welche die Haare intakt halten. 

Die Lösung?

Ein Gerät, welches die Haare schnell und ohne extreme Hitze trocknet!»

Nur warme Luft oder wahr? Star-Stylistin und Dyson-Botschafterin Jen Atkin geht für sonrisa den sieben bekanntesten Haar-Mythen auf den Grund.
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