Ready for take off: Sieben Tipps für Langstreckenflüge

Im Privatjet wäre der Spassfaktor garantiert ziemlich hoch.

Aber da ich – wie den meisten von uns – dieses Transportmittel nur als Konsumentin von TV-Serien wie von «Keeping up with the Kardashians» kenne, gehören lange Flugreisen nicht wirklich zu meinen Lieblingsbeschäftigungen.

Dass die Langstreckenflüge unlängst von Zürich nach Tokio beziehungsweise von Hong Kong zurück nach Zürich* trotzdem ziemlich angenehm verliefen, liegt – neben den guten Witterungsbedingungen und dem guten Service der freundlichen Crew von Swiss – an den folgenden, von diversen Profis empfohlenen Tipps, dank denen die Zeit zwischen Start und Landung für mich quasi im Flug** verging.

*mehr Einzelheiten zu unserer unfassbar grossartigen Reise nach Asien folgen schon sehr bald, versprochen!
**sorry, dieses Wortspiel musste einfach sein.

 

Ready for take off: Sieben Tipps für Langstreckenflüge

 

Choose wisely

Je nach persönlicher Vorliebe befindet sich der perfekte Sitzplatz am Fenster (bietet eine tolle Aussicht für gute Fotos, aber um aufzustehen muss man immer über den Nachbarn klettern), am Gang (niemand muss belästigt werden, wenn man aufsteht, dafür fehlt der gute Blick) oder beim Notausgang (mehr Platz für die Beine, kann aber laut werden wegen der Nähe zur Küche oder den Toiletten) – aber niemals in der Mitte.

Meist lässt sich der Sitzplatz bereits beim Buchen des Fluges auswählen, wobei das zum Teil mit einem Aufpreis verbunden ist. Da der Liebste, das Kind und ich wegen des damit verbundenen Platzgewinnes sehr gerne beim Notausgang sitzen, fallen solche Gebühren für uns unter «gute Investition» an.

Eine zweite und meist kostenfreie Chance, übrigens, auf einen guten Sitzplatz gibt es beim online check-in und natürlich dazu kann man sich auch immer vor dem Boarding beim Bodenpersonal erkundigen, ob allenfalls ein Upgrade möglich ist.

Höflich fragen hat noch nie geschadet und mehr als ein «sorry, nein» wird es nicht geben…

 

Pack wisely

 

Gewisse Airlines haben, sagen wir mal: sehr strikte Vorgaben in Bezug auf die Grösse, das Gewicht sowie das Volumen von Handgepäck. Um nicht voller Hektik beim Check-In alles umpacken zu müssen – Szenen, die man unter anderem kennt vom Schalter von Easy Jet –, lohnt es sich darum, die Unterlagen vorab gut durchzulesen.

Was ins Handgepäck gehört, hängt einmal mehr von den eigenen Bedürfnissen ab.

Grundsätzlich aber gilt für alle: «So viel wie nötig und so wenig wie möglich».

In meinem Fall gehören dazu: Reiseunterlagen inklusive Pass und Portemonnaie, Computer, Telefon, Ladegeräte, E-Reader, Kopfhörer (um Podcasts oder Musik zu hören), Snacks wie Nüsse oder zuckerfreie Rohkostriegel von roobar  (falls das Menü nicht wirklich meinem Gusto entspricht sowie für das kleine Hüngerchen zwischendurch), wiederverwendbare Trinkwasserflasche (mehr dazu unten), Ohrstöpsel, Sonnenbrille, Schlafmaske, Kaschmir-Schal (gegen den unangenehmen Durchzug), Nackenkissen (ja, wirklich, das bringt unglaublich viel!), Ersatzwäsche (falls der Koffer nicht ankommt – been there, believe me!) und natürlich das Necessaire mit den wichtigsten Beauty-Produkten für die Reise, über die wir später noch ausführlich reden werden.

Alles, was während des Flugs benötigt wird, kommt in eine separate Tasche, die ich im Handgepäck verstaue. Auf diese Weise kann ich die grössere Tasche im Gepäckfach über dem Kopf verstauen und habe mehr Beinfreiheit am Sitzplatz.

 

Sweet dreams

 

Egal, wie gut das Unterhaltungsprogramm ist an Bord: Am schnellsten vergeht die Zeit ganz klar mit einem Schläfchen.

Wann immer möglich, buchen wir darum einen Nachtflug.

Wegen meiner leichten Flugangst – und weil ich leidenschaftlich gerne schlafe! – mache ich aber oft auch tagsüber ein Nickerchen im Flugzeug.

Meine besten Freunde in diesem Moment sind gute Ohrstöpsel, eine Schlafmaske, das Nackenkissen sowie der Dream Dust von Moon Juice oder der Dream Sparkle von Ylumi, die bei mir beide meist schon nach einer halben Stunde einkicken.

 

Hydrate

 

Gegen die trockene Kabinenluft hilft nur eines: Wasser. Von Innen genau so wie von aussen.
Viel trinken ist entsprechend das Mantra während Langstreckenflügen – und der Grund, warum ich auf solchen Reisen immer eine Wasserflasche dabei, die ich mir meist mehrfach auffüllen lasse vom Flugpersonal.

Genauso wichtig ist die Befeuchtung der Haut, auch wenn das oft mit dem kompletten Verlust der eigenen Würde eingeht. Aber so lange nicht gerade Ryan Gosling oder Jared Leto nebenan sitzen (wobei gerade die beiden sicher vollstes Verständnis hätten!), sollte das niemanden von einer intensiven Pflege-Einheit des Gesichts zu Beginn sowie am Ende des Fluges abhalten, die bei mir aus den folgenden Schritten besteht:

Desinfektion der Hände (weil man nie weiss, welche fiesen Käfer mitreisen), am liebsten mit dem Handspray von Intelligent Nutrients oder von Dr. Bronner’s)

Gründliche Reinigung, entweder mit einem Einweg-Tuch oder mit in Toner getränkten Wattepads (zu meinen Favoriten gehört unter anderem der wunderbare May Rose Hydrating Mist von Nazan Schnapp sowie das aktivierende Gesichtstonic von Dr. Hauschka), die ich in einer Ziplock-Tüte mitnehme.

Je nachdem, was gerade verfügbar ist, gibt es für die Augen eine reichhaltige Maske (ich liebe jene von Tata Harper sowie Global Treasures von Lina Hanson) oder eine dicke Schicht des Augenbalsams von Dr. Hauschka. Auch grossartig: die Augenpads mit Aloe Vera von Honest Hazel, die ich in LA beim Detox Market gekauft habe.

Der krönende Abschluss meiner Beauty-Routine in luftiger Höhe bildet eine befeuchtende Gesichtsmaske wie etwa die Overnight-Mask von Tata Harper, die Honey & Jasmin Mask von The Organic Pharmacy oder die Vetia Floris Intensiv Mask, um hier ein paar meiner vielen Lieblinge zu nennen.

 

Make it up!

 

Wer nicht gerade direkt vom Flugzeug zum Vorstellungsgespräch als Drag Queen geht, braucht nur wenig Makeup im Handgepäck.

Ich selbst bin ein grosser Fan von praktischen Schminksets wie etwa des Signature Set von RMS die ich jeweils bei Greenlane bestelle oder die Palette Essentielle von Chanel, die alles enthalten, was es braucht für einen frischen Look nach einem langen Flug.

Falls das nicht ausreicht, hilft eine grosse Sonnenbrille vorübergehend gegen dunkle Ringe unter den Augen…

 

Fresh up

 

Die Maschine befindet sich bereits im Sinkflug und schon bald ist es geschafft, hurra!

Nun gilt es, den schalen Geschmack im Mund loszuwerden – sei das mit einem Zahnputzset und/oder einem Kaugummi.

Ein Deo-Tuch sowie ein Hauch von Parfum vertreiben ausserdem den Flugzeugmief – sind aber kein Ersatz für eine Dusche, die ein Must ist nach der Landung, wie ich an dieser Stelle betonen möchte.

 

Touch down

 

Endlich wieder festen Boden unter den Füssen!

Um dem Jetlag im wahrsten Sinne davon zu laufen, montiere ich nach der Ankunft meist meine Laufschuhe und drehe eine Runde. Das vertreibt die Müdigkeit, sorgt für frische Energie – und lässt mich alle Strapazen in der Höhe sehr schnell vergessen.

 

Jogging direkt nach der Ankunft ist gut gegen den Jetlag.

 

PS: Natürlich machen solche Tipps aus einem Sitz in der Holzklasse noch keinen Privatjet, aber sie sorgen tatsächlich für ein verhältnismässig angenehmes Reiseerlebnis.

Falls Du also noch weitere Empfehlungen hast für Langstreckenflüge, wäre das der Ort und der Augenblick, um sie loszuwerden.

Ich danke Dir jetzt schon, Darling!

 

Ready for take off: Sieben Tipps für Langstreckenflüge

 

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