Mit Jahrgang 1972 gehöre ich zu einer Altersgruppe, in der es trendige Schlagworte wie «OP-freies Lifting» um einiges leichter auf meinen Radar schaffen als noch vor ein paar Jahren. Nicht, weil ich plötzlich medizinische Ambitionen entwickelt habe, sondern weil der Begriff etwas triggert, das erstaunlich banal ist: den Wunsch nach einem frischen Gesicht, ohne gleich den kompletten Reset-Knopf zu drücken. Mit innovativen Methoden, die dort ihre Magie vollbringen sollen, wo Crèmes keine Chance mehr haben.

Zwischen Versprechen und Realität: Das Problem mit «OP-freiem Lifting»

«Der Hype um das sogenannte ‹OP-freie Lifting› ist eine Folge der steigenden Nachfrage sowie einer starken Präsenz in sozialen Medien. Gemeint ist in der Regel ein nicht-invasives Verfahren zur Hautstraffung. Ein chirurgisches Lifting findet dabei nicht statt», erklärt mir der Dermatologe Stefan Duve von der Dermaklinik Utoquai, bei dem ich mich – durchaus auch aus persönlichem – Interesse nach den Details zu diesem neuen Trend in der ästhetischen Medizin erkundigt habe, der fast zu gut tönt, um wahr zu sein, wie ich finde. Und damit zumindest teilweise den richtigen Flex habe, sagt Dr. Duve. «Das Wort ‘Lifting’ führt bei vielen Patient:innen dazu, dass sie mit einem Ergebnis rechnen, welches einem chirurgischen Eingriff nahekommt. Tatsächlich erzielt man mit solchen Methoden aber eher subtile Effekte.»

Was wirklich passiert, bevor etwas passiert

Zum Abgleich zwischen Idee und Machbarkeit sollte darum wie bei jeder Behandlung vor dem eigentlichen Eingriff zunächst ein ausführliches Gespräch stattfinden. Duve beschreibt diesen Schritt als zentral, weil «OP-freies Lifting» kein einzelnes Verfahren bezeichnet.

«In der Fachwelt gehören dazu ganz verschiedene Technologien – darunter Radiofrequenz, Laser sowie Ultraschall –, die sich in ihrer physikalischen Wirkweise unterscheiden, aber alle Hautstraffung ohne chirurgischen Eingriff versprechen.» Der gemeinsame Nenner sei daher nicht die Technik, sondern die Richtung: Eine straffere Haut ohne Operation, ordnet Duve ein, der bei solchen Patient:innen-Wünschen gerne den High Intensity Focused Ultrasound einsetzt.

HIFU: Energie, die unter der Oberfläche arbeitet

HIFU, das nur am Rande und für Deinen nächsten Smalltalk, lautet die offizielle Abkürzung dieses Verfahrens zur Hautstraffung, das ursprünglich zur Behandlung von Tumoren eingesetzt und später für ästhetische Anwendungen adaptiert sowie weiterentwickelt wurde.

«Thermische Reize im Gewebe durch das exakte Bündeln von Ultraschallwellen führen dazu, dass die Energie direkt in den tieferen Hautschichten ankommt, während die Oberfläche unversehrt bleibt. Mittelfristig führt das zu einer moderaten Straffung des Gewebes», erklärt Duve. «Der sichtbare Effekt entsteht darum nicht in der Behandlung selbst, sondern in den Wochen danach», fügt er hinzu und dämpft damit ein bisschen meine aufkommende Euphorie für diese Methode.

Ultraformer MPT: Präzision innerhalb eines Systems

Besonders gut seien die Ergebnisse mit dem Ultraformer MPT, fährt Duve fort, dem meine leicht enttäuschten Gesichtszüge in diesem Moment zum Glück nicht aufgefallen sind. «Im Unterschied zu früheren Systemen lässt sich die Energie bei der neusten Generation noch feiner dosieren und in unterschiedlichen Tiefen präziser einsetzen.» In Fachkreisen gelte das Gerät darum als beste Option auf dem Markt, es ist quasi der Rolls Royce in den Behandlungsräumen von führenden Mediziner:innen.

OP-freies Lifting gehört zu den meistgesuchten Beauty-Themen. Auf sonrisa erklärt Dir ein Mediziner die echte Wirkung von HIFU und Ultraformer MPT.

Trotz der ausgeklügelten Technologie hinter dem Ultraformer MPT verläuft die Behandlung damit verblüffend unspektakulär ab, erfahre ich von Stefan Duve: «Nach der Analyse der Haut wird das Behandlungsareal definiert, ein Ultraschallgel aufgetragen und gezielt Energie in bestimmte Tiefen abgegeben. Je nach Region dauert eine solche Sitzung zwischen 30 und 90 Minuten.»

Spannend bei diesem Gerät sei vor allem, dass bei höheren Energien auch kleinere Fettdepots aufgelöst werden können. «Das ergibt ganz neue Möglichkeiten, die wir so vorher nicht hatten. In ihrem Fall etwa könnten wir mit dem Ultraformer MPT die leicht ausgeleierte Haut unter dem Kinn wieder in Form bringen.»

Hmm…

Erwartungen vs Realität: Das kann der Ultraformer MPT wirklich

Allein beim Gedanken daran, die Schwerkraft im Gesicht auszubremsen, steigt mein Interesse plötzlich exponentiell an. Aus einem Interview über einen neuen Beauty-Trend wird von einer Sekunde zur nächsten ein ziemlich persönlicher Fragebogen, den Stefan Duve mit einer bemerkenswerten Geduld durchgeht.

«HIFU arbeitet langsam. Obwohl es einen Sofort-Effekt gibt, dauert es bis zu einem halben Jahr, bis man die Resultate sieht. Wer erwartet, die Praxis mit einem komplett neuen Gesicht zu verlassen, wird vor allem eines mitnehmen: ein sehr gutes Beispiel für misslungenes Erwartungsmanagement», betont er, nachdem ich wissen wollte, wann man frühestens mit sichtbaren Ergebnissen rechnen dürfe.

Und: Noch sei die Datenlage im Vergleich zu chirurgischen Verfahren begrenzt. «Grundsätzlich gilt die Evidenz als vorhanden. Viele Studien haben aber kleine Fallzahlen oder unterschiedliche Protokolle, was die Vergleichbarkeit einschränkt.» Für mich klingt das absolut legitim und schlüssig. Auf Instagram allerdings wirken solche Aussagen ungefähr so glamourös wie «solide Durchschnittsnote», was vermutlich der Gund ist, warum man dort nur selten solche Hinweise findet.

Kaum die Rede ist in den Sozialen Medien auch von möglichen Nebenwirkungen bei Behandlungen mit dem Ultraformer, wobei diese gemäss Dr. Duve zu meiner Erleichterung eher in der Kategorie «unangenehm als dramatisch» gehören: «Rötungen, leichte Schwellungen oder ein Spannungsgefühl können vorkommen, klingen in der Regel aber schnell wieder ab» Nur ganz selten komme es zu Sensibilitätsveränderungen oder ungleichmässigen Resultaten, was oft die Folge einer nicht fachgerechten Anwendung der behandelnden Person sei.

OP-freies Lifting gehört zu den meistgesuchten Beauty-Themen. Auf sonrisa erklärt Dir ein Mediziner die echte Wirkung von HIFU und Ultraformer MPT.

Diese Faktoren sind entscheidend für den Erfolg einer Behandlung mit dem Ultraformer MPT

«Die Erfahrung der Fachkraft ist in Bezug auf die Sicherheit ebenso ein zentraler Faktor wie die korrekte Wahl von Energie, Tiefe und Behandlungsstrategie. Wenn die Anwendung auf die jeweilige Patientin oder den jeweiligen Patienten abgestimmt ist, darf man mit guten Resultaten rechnen», erklärt Duve, der vor allem bei beginnender bis mässiger Hauterschlaffung den Ultraformer MPT empfiehlt.

«Dort, wo noch genug Struktur vorhanden ist, damit die Haut auf die Impulse reagieren kann, erzielen wir sehr gute Ergebnisse, die im übrigen bis zu zwei Jahren halten.» Bei einem ausgeprägten Hautüberschuss hingegen komme auch die modernste Technologie an Grenzen. «Irgendwann lässt sich eben nicht mehr alles mit Energie, Kollagen und gutem Marketing lösen», bringt es Stefan Duve treffend auf den Punkt.

Interessant sei der Ultraformer MPT darum vor allem für pragmatisch veranlagte Menschen, die sich bewusst sind, dass Verfahren wie der Ultraformer MPT zwar keine Wunder, innerhalb realistischer Möglichkeiten aber durchaus sichtbare Effekte erzielen können, fasst der Fachmann zusammen.

Um zu sehen, was er genau meint damit, habe ich den Selbsttest in der Praxis gemacht. Aus persönlichem und beruflichem Interesse. Noch ist es zu früh für einen abschliessendes Urteil, aber so viel sei schon verraten: Nein, es tut nicht weh und ja, schon während der Behandlung hatte ich das Gefühl, dass sich meine Haut zusammenzieht. In vier bis sechs Monaten sieht man gemäss Stefan Duve die finalen Ergebnisse und dann werde ich natürlich auch ausführlich berichten.

OP-freies Lifting gehört zu den meistgesuchten Beauty-Themen. Auf sonrisa erklärt Dir ein Mediziner die echte Wirkung von HIFU und Ultraformer MPT.


PS: Du möchtest regelmässig auf dem Laufenden bleiben? Hier geht es lang zur Anmeldung für den sonrisa-Newsletter, mit dem Du einmal pro Monat eine Dosis Schönheit und weitere Lifestyle-News ins Mail-Fach bekommst.