Zwischen Alltag und To-do-Listen bleibt zum Glück immer Raum für gute Geschichten, tolle Stimmen, die inspirieren, und Serien, die nachhallen. Eine Auswahl davon hat es in die aktuelle Ausgabe der Rubrik Lesen, hören und schauen geschafft, die Du natürlich wie immer mit Deinen eigenen Tipps ergänzen darfst.

Speichern, eintauchen, mitreden: Die Unterhaltungs-Favoriten auf sonrisa im Februar 2026 liefern Gesprächsstoff von Buchclub bis Serienabend.
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Die Bilder machte lovely Wiebke, der Du unbedingt via Instagram auf auf @wiebkembg folgen solltest.

Lesen

Holly Smale: I Know How This Ends

Margot ist Meteorologin, Zahlenmensch und – nach einer schmerzhaften Trennung – eine akribische Beobachterin menschlicher Schwächen. Um ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen, katalogisiert sie sämtliche Dates wie Wetterphänomene: messbar, vorhersehbar, kontrollierbar. Doch dann tritt Henry in ihr Leben, ein alleinerziehender Vater, und mit ihm die unaufhaltsamen Visionen einer Zukunft sowie die Einsicht, dass man nicht alles planen kann, was Margot naturgemäss alles andere als lustig findet.

Holly Smale liefert in ihrem neuen Buch I Know How This Ends (vorerst nur auf Englisch) einmal mehr die perfekte Mischung aus flauschigem Romcom-Humor, scharfsinnigen Beobachtungen und überraschende Wendungen. Sie zeigt auf unaufdringliche Weise, wie Loslassen sowie das Hinterfragen der eigenen Muster die Grundlage bilden für einen Neuanfang. Margots Zynismus trifft auf ehrliche Momente von Verletzlichkeit, Heilung und Selbstfindung. Freundschaften und Familiendynamiken – vom geliebten Grossvater bis hin zur Brautjungfer, die nun mit ihrem Ex zusammen ist – zeichnet die Autorin pointiert und doch liebevoll nach. Grossartig finde ich, wie alles durchzogen ist von Wettermetaphern, die Margots innere Stürme sichtbar machen.

Wer schrullige Charaktere, grosse und kleine Dramen sowie philosophische Fragen über Schicksal und Zufall liebt, kommt darum bei diesem Roman von Smale voll auf seine Kosten.

Hören

Kristina Bazan: Mermaid Life

Ja, 2,4 Millionen Follower auf Instagram sind ein Fakt. Kristina Bazan auf ihre Social-Media-Reichweite zu reduzieren, wäre darum bequem, greift aber viel zu kurz, wie spätestens mit der Veröffentlichung ihres neusten Songs klar sein dürfte: Mermaid Life, die erste Single seit drei Jahren und Auftakt zum Debütalbum, begeistert längst nicht nur die Instagram-Community, sondern auch viele Branchenstimmen – sowie yours truly.

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Inhaltlich kreist Mermaid Life um Transformation, um das Wiederauftauchen nach dunklen Jahren. Die Meerjungfrau steht entsprechend als Metapher für die Psyche, für tiefe Emotionen, für die Neuerfindung und für die weibliche Identität: Alles Themen, die bei mir selbst aktuell eine grosse Rolle spielen und in diesem klaren, ruhigen Song perfekt aufgegriffen werden, sowohl musikalisch als auch inhaltlich.

Für mich ist Mermaid Life von Kristina Bazan darum ein in jeder Hinsicht starkes Statement, das aufzeigt, wie man nach schwierigen Phasen nicht nur zurückkehren, sondern sich völlig neu erfinden kann. Weil er zeigt, dass Stillstand manchmal nur Vorbereitung ist. Und weil er klar macht, dass man niemanden voreilig in eine Schublade stecken sollte, selbst wenn es harte Zahlen gibt, die zu einem solchen Schluss verleiten können.

Schauen

The Morning Show: Vierte Staffel

Knapp vor der Ausstrahlung der ersten Folge waren wir in New York, wo gefühlt an jeder zweiten Hauswand eine riesige Reklametafel auf die Premiere der Apple-Serie The Morning Show hinwies. Das war 2019 und seither wurden drei weitere Staffeln der Drama-Serie produziert, bei der es um Hintergrundgeschichten, Machtkämpfe und Intrigen bei einem fiktiven US-Nachrichtensender geht.

Nach dem fulminanten Start gelang dies den Machern der Show mal besser, manchmal aber auch deutlich schlechter. Entsprechend gemischt waren meine Erwartungen an die vorerst letzte Staffel von The Morning Show (auf Apple TV) – offenbar ist eine weitere in Planung –, die ich nun endlich gestreamt habe. In Rekordzeit, da sich die Plot-Twists rund um KI, Wahlen, rechte Podcasts, dysfunktionale Familien und Umweltskandale quasi die Klinke in die Hand gaben, so dass ich am Bildschirm klebte wie ein Kaugummi am Schuh.

Manchen Zuschauer:innen war das zu viel, die Kritiken sind entsprechend sehr unterschiedlich, um das mal höflich zu formulieren. Ich selbst bin begeistert von der vierten Staffel, mit welcher das Team von The Morning Show wie bereits am Anfang zeitgemässe Themen aufgriff und auf eine Weise umsetzte, die mich gleichermassen unterhielt und nachdenklich machte.

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