Wie The Body Shop die Plastikkrise angeht

Bis heute habe ich nicht herausgefunden, warum mein Flug nach London gestrichen wurde, wo The Body Shop im vergangenen Mai das neue «Community Trade Plastik»-Projekt vorgestellt hat.

Was ich aber weiss: Dass es wichtig ist, über die Nutzung von Plastik zu reden.

Nicht zuletzt, weil es sich um ein sehr vielschichtiges Thema handelt, wie mir meine liebe Blogger-Freundin Miriam Ramp erzählte, die es im Gegensatz zu mir trotz Umbuchung auf einen späteren Flug noch pünktlich nach London schaffte – und dort  über das neue Community Trade-Projekt von The Body Shop einen tollen Film für ihren Blog drehte, mit dem wir in den heutigen Artikel einsteigen.

 

 

Mir persönlich kam ja bisher ehrlich gesagt in Bezug auf Plastikmüll immer nur die Verschmutzung der Ozeane in den Sinn und ich hatte keine Ahnung, wie unglaublich viele Menschen ebenfalls mehr oder weniger direkt betroffen sind davon.

So leben nämlich gemäss The Body Shop sagenhafte drei (!) Milliarden Menschen – fast die Hälfte der Weltbevölkerung – ohne Abfallmanagement, was natürlich unzählige Schwierigkeiten zur Folge hat.

«Während es mittlerweile viele Studien über die Auswirkungen der Plastikverschmutzung auf die Weltmeere gibt, spricht kaum jemand über die sozialen Aspekte dieser Krise», sagt Lee Mann, Sustainable Sourcing Manager Community Trade von The Body Shop, mit dem an meiner Stelle die reizende Michelle von The Body Shop Schweiz das Interview für mich führte an der Pressekonferenz in London (danke für’s Einspringen!).

Bei The Body Shop habe man sich darum entschieden, die Plastikkrise auf eine andere Art und Weise anzugehen, erklärt Lee Mann weiter:

«Kein Plastik zu verwenden ist nicht zwingend die einzige Lösung für das Problem. Denn sofern Plastik verantwortungsbewusst genutzt und wieder eingesetzt wird, kann das sogar durchaus ein nachhaltiger Ansatz sein.»

Mit dem neuen Community Trade Plastik-Projekt geht The Body Shop die Plastikkrise auf verschiedenen Ebenen an.

Tatsächlich – und das war mir ebenfalls neu – ist das Sammeln und die Wiederverwertung von gebrauchtem Plastik ein echtes Geschäft, wie Nalini Shekar von der Non-Profit-Organisation Hasiru Dala im indischen Bengaluru bestätigt, die meine zweite Interviewpartnerin gewesen wäre in London und an meiner Stelle ebenfalls von der reizenden Michelle befragt wurde.

«Allein in Indien gibt es rund 1.5 Millionen so genannte ‚Müllsammelnde‘, deren Einkommen aus dem Verkauf von Abfällen stammt.»

Mit dem neuen Community Trade Plastik-Projekt geht The Body Shop die Plastikkrise auf verschiedenen Ebenen an.

Obwohl diese Menschen mit ihrem Beruf das Abfallproblem in den Städten nachweislich reduzieren, würden sie von der Gesellschaft geächtet, so Nalini weiter.

«Viele Müllsammelnde – die meisten sind Frauen, oft aus der untersten Kaste – sind permanenten Diskriminierungen ausgesetzt, indem sie etwa nicht den öffentlichen Verkehr nutzen dürfen oder keinen Zugang zu medizinischen sowie finanziellen Leistungen haben.»

Mit der von ihr mitbegründeten Organisation Hasiru Dala habe sie es sich darum zum Ziel gemacht, die ausgegrenzten Abfallarbeiterinnen in ein organisiertes Abfallmanagement zu integrieren, sagt Nalini:

«Wir fokussieren uns darauf, die Lebensgrundlage der Müllsammelnden zu verbessern – sei das durch Schulung beim Recyceln von Abfällen, durch sichere Arbeitsbedingungen oder durch stabile Plastikpreise, die gerechte Löhne garantieren.»

Und genau hier kommt das neue Community Trade Programm von The Body Shop ins Spiel, sagt Nachhaltigkeitsexperte Lee Mann: «Im Rahmen des Community Trade Plastik-Programm unterstützen wir lokale Organisationen wie jene von Nalini, indem wir direkt von den Müllsammelnden recyceltes Plastik beziehen, das wir zunächst für die Verpackungen gewisser Haarprodukte verwenden wie etwa das neue Shea Butter Shampoo

Dafür, so Mann, werde das Plastik von den Müllsuchenden in Indien gesammelt, in Abfallzentren sortiert, gereinigt und schliesslich zu Ballen gepresst nach Europa transportiert, wo das Material nach einem Prozess von mehreren Schritten in Form von Plastik-Flaschen für The Body Shop wieder zurück in den Kreislauf komme.

Mit dem neuen Community Trade Plastik-Projekt geht The Body Shop die Plastikkrise auf verschiedenen Ebenen an.

Mit dem neuen Community Trade Plastik-Projekt geht The Body Shop die Plastikkrise auf verschiedenen Ebenen an.

Mit dem neuen Community Trade Plastik-Projekt geht The Body Shop die Plastikkrise auf verschiedenen Ebenen an.

Mit dem neuen Community Trade Plastik-Projekt geht The Body Shop die Plastikkrise auf verschiedenen Ebenen an.

 

Mit dem neuen Community Trade Plastik-Projekt geht The Body Shop die Plastikkrise auf verschiedenen Ebenen an.

Bereits im ersten Jahr werden nach Aussagen von The Body Shop durch das neue Community Trade Plastik-Programm rund 250 Tonnen Plastik-Abfall aus dem Verkehr gezogen und wiederwertet.

«In den kommenden Jahren möchten wir noch mehr recyceltes Community Trade Plastik von unseren Partnern kaufen, um einerseits noch nachhaltiger zu werden und andererseits noch mehr Müllsammelnden in Indien zu einem besseren Leben sowie zur verdienten Anerkennung zu verhelfen», sagt Lee Mann, der in diesem Zusammenhang aber auch ausdrücklich betont, dass es für The Body Shop in dieser Beziehung noch viel mehr zu tun gibt.

«Die Community Trade Partnerschaft mit den Müllsammelnden in Indien ist erst der Anfang und wir haben noch einen langen Weg vor uns im Kampf gegen die Plastikkrise.»

Ob das neue Projekt in Indien tatsächlich die selbst auferlegten Ansprüche von The Body Shop erfüllen kann, ist für Lee Mann und sein Team darum noch offen.

«Für uns ist die Verwendung von Community Trade Plastik der erste Schritt auf einer langen Reise, von der wir noch nicht genau wissen, wohin sie führt. Nun gilt es dranzubleiben.»

Neben dem Ausbau des Community Trade Plastik-Programms wolle The Body Shop darum auch an Alternativen zu Plastik generell arbeiten, sagt Lee Mann, der sich als grundsätzlich positiver Mensch von potentiellen Hindernissen nicht entmutigen lässt und stattdessen voller Zuversicht fragt:

«Wer weiss, was wir als nächstes gemeinsam errichten können?»

Ähnlich optimistisch ist übrigens auch Nalini Shekar – unter anderem, weil sie viel Inspiration findet bei jenen Menschen, die sie mit ihrer Organisation unterstützt:

«Die Müllsuchenden in Indien überleben unter den härtesten Umständen und sind trotzdem immer am Lachen. Ihre Kraft gibt mir die Energie, um an eine gute Zukunft zu glauben und mich dafür einzusetzen.»

Mit dem neuen Community Trade Plastik-Projekt geht The Body Shop die Plastikkrise auf verschiedenen Ebenen an.

Mit dem neuen Community Trade Plastik-Projekt geht The Body Shop die Plastikkrise auf verschiedenen Ebenen an.

 

Sponsored: Dieser Blogpost wurde bezahlt und entstand in fabelhafter Zusammenarbeit mit The Body Shop Schweiz. Alle Bilder sind von The Body Shop.

4 Kommentare bei „Wie The Body Shop die Plastikkrise angeht“

  1. Toller Beitrag! Und echt der wahnsinn…

    1. Liebe Anais, vielen lieben Dank für Deine Rückmeldung. Ich bin auch total beeindruckt, wie viele Fazetten dieses Thema hat… Liebe Grüsse, Katrin

  2. sehr interessanter Beitrag! – adriannacos

    1. Liebe Adrianna, tausend Dank für Deinen Kommentar, über den ich mich sehr gefreut habe. Liebe Grüsse, Katrin

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