It’s a good hair day: Frisuren-Begriffe einfach erklärt
Als Laie einer Hair-Stylistin oder einem Hairstylisten zuzuhören fühlt sich für viele schnell mal so an, als hätte man sich ohne lokale Sprachkenntnisse in einer fremden Stadt verlaufen.
Wegen den vielen Fachausdrücken, die einem dank regelmässiger Lektüre von Hochglanzmagazinen zwar irgendwie bekannt vorkommen, aber inhaltlich herzlich wenig sagen.
Lost without translation sozusagen, was insofern ziemlich riskant ist, weil es gerade beim Friseur-Besuch wirklich darauf ankommt, die richtigen Worte zu finden, wie ich aus eigener Erfahrung weiss… Und darum für diesem Blogpost den wichtigsten Trends, Techniken und Styles auf den Grund ging. Damit Du mit dem Hair-Stylisten Deiner Wahl Klartext reden und den Salon danach auch sicher mit Deiner Traumfrisur verlassen kannst.

Effilieren
No effing way: Da gibt es doch tatsächlich Menschen, die wünschen sich – weniger Volumen.
Voll wahr!
Und genau hier kommt die Effilierschere ins Spiel, welche über eine unterbrochene Schneidefläche verfügt und mit einer speziellen Technik gerne zum Ausdünnen von allzu üppigem Haar verwendet wird. Beliebt ist diese Technik unter anderem bei Stufenhaarschnitten oder zur Kürzung der Fransen. Das Resultat sind locker fallende Haare im lockeren Strähnen-Look.
Pointen
Die, ehm, Pointe bei dieser Schneide-Technik besteht darin, dass die Scherenklinge senkrecht zu den Haarspitzen gehalten und in einer leichten Zickzack-Bewegung geschnitten wird. Im Idealfall wird damit ein stimmiger Fransen-Look erzielt – sofern der Figaro sein Handwerk beherrscht.
Wenn aber der Coiffeur das Ergebnis mit «frech», «noch originell» oder «pfiffig» beschreibt, ist Vorsicht geboten, weil es sonst schnell mal aussieht als hätte sich ein Kind an der Bastelschere vergriffen.
Graduieren
Durch das gerade Abschneiden der Haare in einem bestimmten Winkel wird die Frisur vom Nacken bis nach vorne langsam länger.
Virgin Hair
Unberührte Haare ohne den Hauch von Farbe werden gerne als Virgin Hair bezeichnet und sind die ideale Basis für Färbe-Experimente.
Glossing
Wem der Mut zu einer Farbveränderung fehlt oder wer wie ich eine faule Socke ist, die nicht ständig die Haare nachfärben will, kann sein Haar mit Hilfe dieser sanften Tönung einen Hauch von Farbe und viel Glanz verleihen.
Texture
Ein Ausdruck, der vor allem in Salons mit bärtigen Hippster-Figaros gerne verwendet wird und nichts anderes heisst als «griffiges Haar, das sich gut stylen lässt». Erzielt wird dieser Effekt entweder durch ein zweitägiges Waschembargo – oder mit Hilfe von Stylingprodukte auf Puder-Basis.
Curtain Bangs
An Brigitte Bardot und Alexa Chung sehen diese zur Seite länger hinwerdenden Fransen super aus, aber diese Frauen würden auch eine Glatze mit viel Stil rocken.
Menschen wie Dir und mir hingegen kann eine Frisur mit Curtain Bangs schnell mal die Sicht auf die wichtigen Dinge versperren.
Micro Fringe
Was auf englisch irgendwie noch cool tönt, bedeutet auf Deutsch übersetzt nichts anderes als «ultra kurze Stirnfransen». Und die sind leider nicht immer so cool, wie man meinen können, sondern erinnern im Gegenteil oft an kleine Kinder, die vom Mami die Haare geschnitten bekommen haben.
Slicen
Slicen ist eine Schneide-Technik, bei welcher das Schneidewerkzeug – zum Beispiel die Effilierschere – leicht geöffnet ansetzt und dann nach unten gleitet. Das auf diese Weise ausgedünnte Haar soll damit mehr Bewegung bekommen, wobei auch hier eine gesunde Portion Respekt nicht schaden kann, vor allem bei Menschen mit ohnehin schon feinem Haar.
Ghost Layers
Gemeint ist der gute, alte Stufenschnitt, bei welchem das Deckhaar unberührt bleibt, während die Stufen darunter für Volumen sorgen.
Balayage
Für den berühmten «wie von der Sonne geküsst»-Look malt der Coiffeur freihändig die Strähnen ins Haar. Je nach Talent sieht das dann richtig gut aus – oder erinnert an die guten Block-Strähnen aus den 80er Jahren…
Blunt Cut
Wie der Name bereits vorwegnimmt, werden die Haare bei diesem Schnitt stumpf – auf englisch: blunt – auf eine Länge geschnitten.
Grundsätzlich, sagen die Profis, funktioniert der Schnitt auf jeder Länge und bei jeder Struktur, was die Frisur zu einem beliebten Klassiker macht.
Bob
Während die Haare beim Blunt Cut akkurat auf einer Höhe gekürzt werden, sind sie beim Bob im Nacken immer ein wenig kürzer als vorne.
Auch hier sind zahlreiche Varianten möglich, die vom Sob (Short Bob auf Höhe der Ohrläppchen) über den Lob (Long Bob, auf Schulterhöhe und derzeit voll angesagt bei Influencerinnen rund um den Globus) bis hin zum Fob (Fake Bob, bei welchem die langen Haare nach innen eingeschlagen werden) reichen und übrigens auch alle als Wob (wavy Bob) getragen werden können.




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