Sie reden von High-Shine, Soft-Focus-Matte, Glass Skin 2.0, Velvet Finish oder Cloud Skin, doch letztlich, so meine These, geht es bei all diesen Hypes auf Social Media um den berühmten Glow. Um einen gesunden und damit auch schönen Teint, den man – seufz – nicht kaufen, ersteigern, ersparen oder auf den Wunschzettel setzen kann, wie ich nach zahlreichen Interviews mit Expert:innen gelernt habe.

«Natürlich gibt es Produkte, die die Haut auf Knopfdruck frischer, praller oder leicht „von innen heraus beleuchtet“ aussehen lassen. Aber ein dauerhaft strahlender Teint – dieser Eindruck von Haut, die wirkt, als käme man gerade aus den Ferien zurück – entsteht selten durch ein einzelnes Produkt, sondern ist meist ein Zusammenspiel aus Pflege, Gewohnheiten sowie Geduld», sagt MD Phd Roberta Vasconcelos von der Margarethenklinik vom Unispital Basel. «Unsere Haut ist kein isoliertes System, sondern reagiert auf Lebensrhythmen, Hormone und emotionale Belastungen. Wer Glow verstehen wolle, muss deshalb nicht nur auf Seren und Cremes schauen, sondern auch auf Dinge, die man nicht auftragen kann», so die Expertin weiter, die mich damit zu einer längeren Recherche nach schnellen und wirksamen Lösungen gegen einen Teint wie nach einer Expedition in der Tiefkühltruhe inspiriert hat.

Das Resultat sind fünf von Expert:innen empfohlene Sofortmassnahmen, welche den optischen Winterblues aus dem Gesicht fegen, ohne dass man eine Creme-Expedition durch das Drogerieregal starten muss: Alles zum Nulltarif, weil es für echten Glow manchmal nur etwas Aufmerksamkeit braucht (wobei Produkte, Treatments und Make-up natürlich auch nicht schaden und gerne als Selfcare-Massnahme mit Glückshormon-Bonus ihren Beitrag dazu leisten können – no judging here, im Gegenteil!).

Ein dauerhaft strahlender Teint – dieser Eindruck von Haut, die wirkt, als käme man gerade aus den Ferien zurück – entsteht selten durch ein einzelnes Produkt, sondern ist meist ein Zusammenspiel aus Pflege, Gewohnheiten sowie Geduld

Fünf Profi-Tricks für Glow, die nichts kosten – wirklich nichts

Mehr Licht, weniger Displayschatten

Der schnellste Glow-Booster ist gratis und heisst Tageslicht. Nicht die Sonne auf Bali, sondern das Fenster in deiner Küche. Studien zeigen nämlich, dass natürliches Licht den zirkadianen Rhythmus stabilisiert und damit Hautfunktion, Regeneration und Feuchtigkeitsbalance unterstützt. UV-Schutz ist dabei natürlich trotzdem Pflicht!

Mini-Tipp:

Für fünf (okay, auf drei sind schon gut) Minuten ans offene Fenster stehen. In den Himmel schauen. Smartphone wegdrehen. Glow an.

ein dauerhaft strahlender Teint – dieser Eindruck von Haut, die wirkt, als käme man gerade aus den Ferien zurück – entsteht selten durch ein einzelnes Produkt, sondern ist meist ein Zusammenspiel aus Pflege, Gewohnheiten sowie Geduld

Wasser trinken, aber normal

Egal, was TikTok sagt: Nein, es braucht keine magischen Literzahlen, keine App, keine Gadgets und keine Challenge, um den Feuchtigkeitspegel zu halten, denn regelmässig trinken reicht aus.

Dehydration macht die Haut stumpf, das weiss die Dermatologie seit Jahrzehnten. Die berühmte Studie der University of Missouri etwa zeigte, dass bereits 500 ml Wasser die Hautdurchblutung messbar steigern.

Mini-Tipp:

Falls Du keinen Durst verspürst – Tee zählt auch. Suppe ebenfalls. Und nach gewissen Studien kann selbst Kaffee hydratisieren.

ein dauerhaft strahlender Teint – dieser Eindruck von Haut, die wirkt, als käme man gerade aus den Ferien zurück – entsteht selten durch ein einzelnes Produkt, sondern ist meist ein Zusammenspiel aus Pflege, Gewohnheiten sowie Geduld

Finger weg vom Gesicht

Klingt langweilig, wirkt aber, denn die Haut liebt: Ruhe. Ständiges kratzen, «nachfühlen» oder sogar rumdrücken – der Endgegner! – hingegen stresst die Hautbarriere und kann Reizungen auslösen. Dermatolog:innen bestätigen immer wieder, dass ein Fummel-Embargo die Entstehung von Hautirritationen reduzieren kann und den natürlichen Glow zurückbringt.

Mini-Tipp:

Versuch während eines Tages ganz bewusst nicht das Kinn aufzustützen. Dein Gesicht sagt jetzt schon «danke».

Atmen wie ein Mensch, nicht wie ein gestresster Hamster

Stress = Entzündung = Dullness. Das ist biochemisch gut belegt (Stichwort Cortisol). Abhilfe schaffen Entspannungstechniken, mit denen Du herunterfahren kannst, wobei das nicht zwingend mit viel Aufwand verbunden sein muss. Eine Studie der Harvard Medical School etwa ergab, dass schon drei bis fünf ruhige Atemzüge nachweislich eine beruhigende Wirkung haben auf das zentrale Nervensystem.

Mini-Tipp:

Zweimal täglich bewusst tief und möglichst lange ein- und ausatmen. Mit Betonung auf ausatmen. Das ist nämlich der Teil, der das Nervensystem runterfährt.

Strahlende Haut trotz Stress und Winterblues. Auf sonrisa zeigen Expertinnen fünf einfache Glow Tipps gegen fahle Haut, die sofort wirken und nichts kosten.

Schlaf ernst nehmen, aber nicht romantisieren

Man muss nicht «schlafen wie ein Baby». Sondern einfach nur: schlafen. Während des Schlafs steigt die Zellregeneration, die Hautdurchblutung wird besser und der Feuchtigkeitsverlust sinkt. Das ist dermatologischer Konsens.

Mini-Tipp:

Möglichst immer ungefähr die gleiche Schlafenszeit einhalten, egal was das Leben sonst an Überraschungen bereithält. Idealerweise das Gesicht vorher nicht mit 27 Produkten zukleistern, denn die Haut kann nachts hervorragend alleine arbeiten.

Strahlende Haut trotz Stress und Winterblues. Auf sonrisa zeigen Expertinnen fünf einfache Glow Tipps gegen fahle Haut, die sofort wirken und nichts kosten.

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Strahlende Haut trotz Stress und Winterblues. Auf sonrisa zeigen Expertinnen fünf einfache Glow Tipps gegen fahle Haut, die sofort wirken und nichts kosten.