Wo und mit wem auch immer Du diesen Sommer geniesst: Sonnenschutz gehört dazu.

Ohne wenn und aber.

Mit Sonnenpflege, die auch wirklich zuverlässig schützt.

Und bevor Du mich nun mit verständnisloser Miene fragst, warum ich Deine Zeit mit einer derart offensichtlichen Feststellung verschwende – mittlerweile wissen doch (hoffentlich) bis auf wenige Ausnahmen allen Bescheid über die Notwendigkeit von Sonnenschutz, oder? – , erlaube mir kurz eine Beispielrechnung in Bezug auf die optimale Menge an Sonnenpflege:

Wenn nämlich ein Erwachsener also sieben Tage am Strand verbringt und gemäss offizieller Empfehlung drei Mal pro Tag rund 30 Milliliter Sonnenschutz aufträgt – man geht von rund zwei Millilitern pro Quadratzentimer Haut aus –, dann ergibt das ein Total von 630 Mililiter, was rund drei Flaschen Sonnencrème macht.

Tatsächlich liegt der durchschnittliche Verbrauch von Sonnenpflege pro Jahr gerade mal bei rund einer halben Tube Sonnencrème, die entsprechend während zwei Sommersaisons zum Einsatz kommt. Womit wir beim Thema des heutigen Blogposts* wären, in der ich für Dich der Frage nach der Haltbarkeit von Sonnencreme nachging und dabei auf viele spannende Tipps gestossen bin, die Du in diesem FAQ findest.

*in neuer Auflage mit Anpassungen

Die Wichtigkeit von Sonnenschutz hat sich mittlerweile herumgesprochen, aber wie lange halten die Produkte eigentlich? Sonrisa geht dieser Frage nach - und hat viele Antworten!

Haltbarkeit von Sonnenpflege allgemein

Als Faustregel gilt: Ab dem Herstellungsdatum sind Sonnenschutzprodukte für 30 bis 36 Monate haltbar, sofern sie kühl und trocken gelagert werden (mehr dazu unten).

Ablaufdatum

Wie bei den Lebensmitteln gibt es auch bei Kosmetik-Produkten einen Hinweis auf die Haltbarkeit, den Du in Form einer Zahl neben dem Symbol des geöffneten Tiegels auf dem Produkt findest. Steht dort zum Beispiel 12M, garantiert der Hersteller während zwölf Monaten die unverminderte Wirksamkeit der Sonnenpflege.

Grundsätzlich kannst Du das Sonnenschutzmittel aus dem Vorjahr während dieser Zeitspanne also bedenkenlos verwenden.

Achtung: Wie wir seit dem Blogpost über Sonnenschutzfilter wissen, ist beim Sonnenschutzfilter Octocrylen besonderes Vorsicht geboten, da er nach einem Jahr nicht nur seine Wirkung verliert, sondern auch im Verdacht steht, krebserregend zu sein!

Der sonrisa-Tipp:

Um den Überblick zu behalten, solltest Du mit einem wasserfesten Stift auf dem Produkt notieren, wann Du das Produkt erstmals benutzt hast.

Gut zu wissen: Darum solltest Du bei abgelaufenem Sonnenschutz nicht auf Glück setzen

Anders als, sagen wir mal, eine Gesichtscreme, die nach Ablauf der Haltbarkeit allenfalls etwas weniger angenehm riecht oder sich anders anfühlt, sollte ein alter Sonnenschutz entsorgt werden, da UV-Filter im Verlauf der Zeit an Stabilität verlieren oder sich abbauen können. Der Der Schutz auf dem Produkt entspricht dann möglicherweise nicht mehr dem ausgewiesenen Lichtschutzfaktor und die Haut ist weniger gut geschützt als angenommen.

Fies, aber wahr: Die verminderte Schutzwirkung ist von aussen oft nicht erkennbar. Die Creme kann völlig normal aussehen, riechen und sich genauso anfühlen wie am ersten Tag, aber nicht mehr die nötige Leistung erbringen.

Schön cool bleiben

Wenn die Sonnencreme grossen Temperaturschwankungen ausgesetzt wird, kann die Stabilität der Formel und damit auch die Schutzwirkung vor UV-Strahlen bereits vor dem eigentlichen Ablaufdatum abnehmen.

Direkte Sonneneinstrahlung tut der Sonnencreme darum genau so wenig gut wie das stundenlange Schmoren bei warmen Temperaturen im Auto und auch Verunreinigungen durch Salz oder Schmutz führen möglicherweise zu einer vorzeitigen Minderung des Lichtschutzes.

Der sonrisa Tipp:

Die Kühltasche für Getränke am Stand ist der perfekte Ort, um die Sonnencreme zwischen den Anwendungen zu lagern.

Riech mal!

Bei Zweifeln ist der gute, alte Schnüffeltest eine gute Hilfe: Riecht das Sonnenschutz-Produkt vom Vorjahr ranzig oder sonst irgendwie komisch, gehört es auch schon vor Ablauf des Verfallsdatums  in den Abfall.

Das gleiche gilt übrigens auch, wenn sich die Konsistenz der Sonnenpflege verändert hat und sich zum Beispiel Öl absetzt oder flockig wird.

Eine gute Investition: UV-Schutz für das Gesicht jedes Jahr neu kaufen

Ja, es tut weh, eine angebrochene Tube Sonnenschutz für das Gesicht zu entsorgen. Aber im grossen Bild ist das sicher weniger schlimm als die Folgen einer falschen Sparübung.

Schliesslich sprechen wir von einem Produkt, das die meisten von uns idealerweise ohnehin täglich verwenden und nicht nur während zwei Ferienwochen im Sommer. Im besten Fall ist die Tube also längst leer, bevor überhaupt die Frage nach der Haltbarkeit aufkommt.

Falls dennoch ein angebrochener Sonnenschutz aus vergangenen Saisons im Badezimmerschrank auftaucht, lohnt sich ein kurzer Realitätscheck: Die paar Franken, die man durch die Weiterverwendung einer fragwürdigen Restmenge spart, stehen in keinem besonders attraktiven Verhältnis zu Pigmentflecken, vorzeitiger Hautalterung oder einem Sonnenbrand. Von langfristigen UV-Schäden ganz zu schweigen.

Die Empfehlung von Dermatolog:innen ist darum klar: entsorgen und ersetzen. Die Haut merkt sich bekanntlich jede ungeschützte Minute in der Sonne.

Winterschlaf

Angebrochene Sonnenschutz-Produkte überwintern am besten im Kühlschrank oder an einem anderen dunklen, gut gekühlten Ort.

Theoretisch.

Denn wenn man bedenkt, dass Sonnenschutz wie bereits oben erwähnt reichlich dosiert und alle zwei bis drei Stunden neu aufgetragen werden sollte, sind die Tuben, Sprays und Tiegel bis Ende Sommer ohnehin leer…

In diesem Sinne: Have fun in the sun, Darling!

Disclaimer: Yep, dieser Beitrag erschien bereits früher wurde nun nochmals überarbeitet. Als kleiner Reminder, weil Sonnenschutz wirklich, wirklich wichtig ist!


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